DRUCKEN

Männergesundheit – ein paar Fakten zum Nachdenken…

Männer kümmern sich in der Regel weniger um ihre Gesundheit als Frauen und sind risikobereiter. Das zeigt sich leider in einer geringeren Lebenserwartung.

Mehrere Männer stehen in einer Reihe / Bildquelle: Syda Productions/shutterstock.com

Ein paar Fakten zum Nachdenken aus dem Österreichischen Männerbericht: 
 

  • Männer leben in Österreich um fast fünf Jahre kürzer als Frauen. Die Lebenserwartung bei der Geburt liegt bei Männern bei 78,9 Jahren, bei Frauen bei 83,7 Jahren.

 

  • Es werden in Österreich mehr Buben als Mädchen geboren. In der Altersklasse der 35- bis 40-Jährigen gibt es dann schon gleich viele Männer und Frauen. In den älteren Jahrgängen überwiegen sogar die Frauen. Der Grund dafür: Männer haben ein höheres Sterberisiko als Frauen.

 

  • Junge Männer im Alter zwischen 15 und 30 Jahren haben eine doppelt so hohe Sterblichkeit wie gleichaltrige Frauen. Fast jeder dritte Todesfall von Männern dieser Altersgruppe ist auf Selbstmord zurückzuführen. Männer zwischen 15 und 30 haben zudem ein 7- bis 15-mal höheres Risiko bei einem Unfall im Straßenverkehr zu sterben als gleichaltrige Frauen.

 

  • Bildung lässt Männer länger leben: Für einen 35-jährigen Mann mit Hochschulabschluss beträgt die Wahrscheinlichkeit 80 Jahre alt zu werden derzeit 73 Prozent. Für einen gleichaltrigen Mann, der nur die Pflichtschule abgeschlossen hat, jedoch nur 48 Prozent. Eine 35-jährige Hochschulabsolventin hat aktuell eine 78 prozentige Wahrscheinlichkeit 80 Jahre zu werden, für eine gleichaltrige Pflichtschulabsolventin liegt dieser Wert immerhin bei 71 Prozent.

 

  • 39 Prozent der Männer, aber nur 19 Prozent der Frauen essen täglich Fleisch oder Wurst.

 

  • 45 Prozent der Männer essen täglich Obst, bei den Frauen sind es 66 Prozent.

 

  • Gut die Hälfte der Männer erfüllt die Aktivitätsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO (mindestens 150 Minuten Sport, Fitness, körperliche Aktivität pro Woche). Männer bis 30 Jahre sind körperlich am aktivsten, dann kommt es zu einem starken Rückgang und erst wieder nach dem Berufsleben zu einem Anstieg.

 

  • Nur 44 Prozent der Männer galten im Jahr 2014 als normalgewichtig, 39 Prozent hatten Übergewicht und 16 Prozent waren als adipös einzustufen. Und 1 Prozent sind untergewichtig.

  • 52 Prozent der Männer trinken mehrmals wöchentlich Alkohol. Dabei konsumieren sie im Schnitt in Summe 7,3 Standardgläser (1 Standardglas = ½ Liter Bier, ¼ Liter Wein, 3 Gläser Schnaps). Hingegen trinken nur 24 Prozent der Frauen mehrmals wöchentlich und mit 3,8 Standardgläsern auch weniger.

 

Quelle: linkMännerbericht 2017 des Sozialministeriums