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Chronische Wunden: WGKK und Ärzteteam schließen Versorgungslücke

Ob diabetischer Fuß oder andere Wunden, die nicht heilen wollen: Mit einer neuen Wundordination im Norden Wiens erhalten Betroffene die sachgemäße Betreuung, die sie brauchen. Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), die Ärztekammer für Wien und ein ngagiertes Ärzteteam haben sich auf dieses zusätzliche Angebot geeinigt, das jährlich zwischen 800 und 1000 PatientInnen zugutekommen soll.


v.l.n.r.: WGKK-Obmann Alois Bachmeier, Dr. Adalbert Strasser, Dr. Alexander Pötscher, Dr. Thomas Stiegler / Foto: WGKK/Ranzmaier Am 23. Oktober ist es soweit: Im 22. Wiener Gemeindebezirk startet eine Gruppenpraxis mit speziellem Schwerpunkt: „Es freut mich, dass wir im bevölkerungsstarken Norden Wiens eine
neue Wundordination eröffnen und damit vielen PatientInnen, die derzeit im niedergelassenen Bereich nicht ausreichend versorgt sind, ein qualifiziertes Angebot liefern können“, erklärt WGKK- Obmann Alois Bachmeier. Vor allem Personen mit Diabetes und Gefäßerkrankungen sind hier angesprochen. Jährlich sollen zwischen 800 und 1000 Betroffene in der neuen Ordination betreut werden.
Dr. Adalbert Strasser, einer der drei Gesellschafter der Gruppenpraxis Wundzentrum Wien 22 sieht die Ziele „in einer umfassenden Betreuung von PatientInnen mit chronischen Wundheilungsstörungen. Der Betroffene muss im Mittelpunkt stehen. Durch die bereits bestehenden klinischen Strukturen im MED22 ist eine interdisziplinäre Betreuung möglich – kollegiale Zusammenarbeit führt zu einer Optimierung des Patientenmanagements und zu einer Steigerung der Behandlungsqualität – kurze Wartezeiten, kurze Wege.“

Breites Spektrum an Leistungen

Das Leistungsangebot für die PatientInnen ist umfassend: Die Gruppenpraxis ist mindestens 40 Stunden pro Woche geöffnet – Journaldienste an Feiertagen unter der Woche inklusive. Eine
Terminvergabe ist binnen zehn Tagen vorgesehen. Zudem führen die Ärzte Hausbesuche durch und betreuen die umliegenden PensionistInnen-Heime – ein immenser Vorteil für jene
PatientInnen, die aufgrund ihrer chronischen Wunden mobil eingeschränkt sind. Die Ordination verfügt über diplomiertes Krankenpflegepersonal mit Spezialisierung auf
Wundmanagement, das gesamte Team absolviert regelmäßig einschlägige Fortbildungen. Weiters arbeitet die Gruppenpraxis eng mit anderen Gesundheitseinrichtungen zusammen – etwa den
chirurgischen/dermatologischen Ambulanzen umgebender Spitäler, den Wundambulanzen der WGKK und ÄrztInnen, die sich mit der Behandlung von DiabetikerInnen befassen.

Bachmeier: „Ziel ist es, ein verlässliches Netzwerk zwischen den ExpertInnen aufzubauen, damit die Behandlung für die PatientInnen schneller und besser abgestimmt funktioniert.“
Strasser ergänzt: „Wir sehen die Zukunft in der Behandlung chronischer Wundheilungsstörungen in einem Wundnetz, welches über Wien gestülpt wird. Das Wundzentrum in Wien Donaustadt ist der
Startschuss. Die vorhandenen Ressourcen im extramuralen Raum, auch im Sinn der Entlastung der Spitäler in Wien, müssen gebündelt und koordiniert werden. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Dr. Alexander Pötscher, Teil des Ärzteteams, ergänzt: „Durch die Initiative der WGKK werden sozial- und gesundheitspolitische Forderungen rund um die Versorgung chronischer
Wundheilungsstörungen umgesetzt. Prävention und Vorsorge beim diabetischen Fußsyndrom sind ein Schwerpunkt des Zentrums und als optionale Ergänzung zu „Therapie Aktiv“ zu sehen. Ziele
sind einerseits die Umsetzung der „Österreichischen Diabetes Strategie“ aus 2017, andererseits die Amputationsrate rund um den Diabetischen Fuß auf Dauer zu senken.“
Dr. Thomas Stiegler, dritter Gesellschafter der Gruppenpraxis, abschließend: „Als Kassenordination stehen den PatientInnen alle Einrichtungen und Leistungen des Wundzentrum Wien 22
uneingeschränkt zur Verfügung.“

Übersicht:

Wundzentrum Wien 22
Ordination mit allen Kassen – Chirurgische Gruppenpraxis

Das Wundzentrum Wien 22, bestehend aus chirurgischen Fachärzten sowie qualifizierten diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen mit langjähriger Erfahrung in der
Behandlung chronischer Wundheilungsstörungen, stellt einen Knotenpunkt im Management komplexer WundpatientInnen dar. Zur kontinuierlichen Betreuung ist die Praxis ganzjährig geöffnet und durch die Ansiedelung im Ärztezentrum MED22 stehen wichtige Kooperationspartner zur raschen Diagnostik zur Verfügung. Lange Wege bzw. Wartezeiten werden so für PatientInnen minimiert. Das Wundzentrum Wien 22 kooperiert mit allen im Umfeld des modernen Wundmanagements tätigen Pflege- und Berufsgruppen.

Schwerpunkte:
- Behandlung bei diabetischen Wundheilungsstörungen
- Behandlung bei arteriellen, venösen und lymphatischen Wunden
- Hilfe bei neuropathischen Wunden
- Behandlung von posttraumatischen Wunden
- Dekubitusbehandlung
- Postoperative Wundheilung
- Wundbehandlung bei Bestrahlungsspätfolgen
- Beratung bei rheumatoidem Fußsyndrom
- Fuß-Check: Regelmäßige Inspektion von Beinen und Füßen – inkl. Pedographie

Ordinationszeiten:
Montag: 08.00 bis 13.00 und 14.00 bis 19.00 Uhr
Dienstag: 08.00 bis 13.00 und 14.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch: 08.00 bis 12.30 Uhr
Donnerstag: 10.30 bis 15.00 und 16.00 bis 20.00 Uhr
Freitag: 08.00 bis 12.00 und 13.00 bis 16.00 Uhr

Kontakt:
Gesundheitszentrum MED22
Stadlauer Straße 62
1220 Wien
Tel.: 01 280 26 52 · Fax-DW 89

www.wzw22.at

Foto:

Bildtext: WGKK-Obmann Alois Bachmeier, Dr. Adalbert Strasser, Dr. Alexander Pötscher, Dr. Thomas Stiegler

Fotocredit: WGKK/ Ranzmaier