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Kleines und großes Aua – Erste Hilfe bei blutenden Wunden

In der Freizeit passieren immer wieder kleinere Unfälle, die zu blutenden Wunden führen. Egal wie groß die Wunde ist, sie gehört in jedem Fall gut versorgt. Wie Sie das machen bzw. wann ärztliche Hilfe nötig ist, lesen Sie hier.

Person mit blutigem Knie sitzt neben Fahrrad / Bildquelle: lzf/shutterstock.com

  • Suchen Sie bei tiefen bzw. weit klaffenden Wunden bzw. nicht zu stillenden Blutungen rasch ärztliche Hilfe. Das gilt auch, wenn es zu Gefühls-, Durchblutungs- oder Bewegungsstörungen kommt.
  • Bei jeder Wunde besteht ein Infektionsrisiko. Sie muss daher zunächst gereinigt, dann desinfiziert und schließlich verbunden werden.
  • Reinigen Sie Wunden am besten unter fließendem, sauberem Wasser. So lassen sich kleinere Schmutzpartikel gut ausschwemmen. Bleiben Fremdkörper in der Wunde, muss diese von einer Ärztin bzw. einem Arzt gereinigt werden. Große Fremdkörper sollten nie selbst aus einer Wunde gezogen werden, da das zu heftigen Blutungen führen kann.
  • Verwenden Sie zur Desinfektion spezielle Wunddesinfektionsmittel aus der Apotheke. Diese gehören in jede Hausapotheke. Haut- und Flächendesinfektionsmittel sowie Alkohol sind für Wunden gar nicht geeignet!
  • Bedecken Sie die Wunde mit einer sterilen Wundauflage und fixieren Sie diese mit einer Mullbinde. Bei kleinen Wunden reichen Pflaster aus, trotzdem darf die Wundauflage nicht berührt werden!
  • Wenn die Wunde noch blutet, soll die verletzte Person fest auf die Wundauflage drücken und den verletzen Körperteil hochlagern. Wenn die Blutung stärker ist, muss ein Druckverband angelegt werden und ärztliche Hilfe gesucht werden.
  • Bei Bissverletzungen besteht besonders hohe Infektionsgefahr. Diese sollten immer ärztlich untersucht werden.
  • Fieber bzw. ein roter, schmerzhafter Streifen oberhalb der Wunde sind Zeichen einer Infektion. Dann muss rasch ärztliche Hilfe gesucht werden. Wunden sollten daher die ersten Tage gut beobachtet werden.
  • Bei allen Wunden gilt: Liegt die letzte Tetanus-Impfung länger als zehn Jahre zurück, muss diese aufgefrischt werden.