DRUCKEN

Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte?

Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ermöglicht ein rechtzeitiges Gegensteuern.

Blutdruckmessgerät / Bildquelle: Greg-K__ca/shutterstock.com

Wann wurde bei Ihnen das letzte Mal der Blutdruck gemessen? Oder messen Sie vielleicht sogar selbst? Auf jeden Fall ist es gut, seinen Blutdruck zu kennen, meint Primar Dr. Johann Sipötz, Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses und Fachbereichsleitung Kardiologie im WGKK-Gesundheitsverbund. „Wer seinen Blutdruck regelmäßig kontrolliert, wird bemerken, wenn sich dieser erhöht und kann hier rechtzeitig gegensteuern und langfristig Folgeerkrankungen vermeiden“, rät der Kardiologe. Von einem normalen Blutdruck spricht man, wenn der obere Wert (systolisch) zwischen 120 und 129 mmHg und der untere Wert (diastolisch) zwischen 80 und 84 mmHg liegt. Bluthochdruck liegt ab einem oberen Wert von 140 mmHg und einem unteren Wert von 90 mmHg vor.

Ein leicht erhöhter Blutdruck macht zunächst meist keine Symptome. Am ehestens wird Luftnot bei Belastung beobachtet. Ein langfristig erhöhter Blutdruck schädigt aber die Blutgefäße im ganzen Körper und kann zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Augenerkrankungen führen. Durch den Bluthochdruck werden die Blutgefäße geschädigt, sie versteifen sich und das Herz braucht mehr Kraft, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Das schädigt langfristig das Herz. Risikofaktoren für einen Bluthochdruck sind Übergewicht, mangelnde Bewegung, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Stress, zu viel Salz, Rauchen und Alkoholkonsum.

Primar Dr. Johann Sipötz, Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses Primar Sipötz (siehe Foto): „Wer mehrmals einen erhöhten Blutdruck feststellt, sollte darüber zunächst mit seiner Hausärztin bzw. seinem Hausarzt sprechen. Nur die Ärztin oder der Arzt kann klären, was die Ursache für den erhöhten Blutdruck ist“. In dem meisten Fällen lässt sich keine unmittelbare Ursache für den Bluthochdruck feststellen, man spricht dann von essentieller Hypertonie. In seltenen Fällen sind aber z.B. Nierenerkrankungen, hormonelle Veränderungen, Herzerkrankungen oder auch ein Schlafapnoe-Syndrom (Atemaussetzer in der Nacht) die Ursache für den Bluthochdruck und können ursächlich behandelt werden. Auch in der Schwangerschaft kann es zu einem erhöhten Blutdruck kommen, der behandelt werden muss.

Bei nur leicht erhöhtem Blutdruck reicht häufig schon eine Veränderung im Lebensstil aus: mehr Bewegung, Rauchstopp, gesundes Essen und weniger Stress senken den Blutdruck etwas ab. Mit denselben Maßnahmen lässt sich Bluthochdruck auch vorbeugen. Reichen Veränderungen im Lebensstil nicht aus, um den Blutdruck zu senken oder ist er von Beginn an deutlich zu hoch, werden Medikamente zur Blutdrucksenkung verordnet. Dafür steht eine breite Bandbreite an Wirkstoffen zur Verfügung.

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