Gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser im Sinne des § 94 Z 72 der Gewerbeordnung 1994 haben einen Beitrag zur Finanzierung des Sozial- und Weiterbildungsfonds für überlassene Arbeitnehmer zu entrichen, wenn sowohl Kollektivverträge für den Betrieb des Überlassers als auch für den Betrieb des Beschäftigers vorliegen. 

Der Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (WBB-AÜG) ist vom Überlasser allein zu tragen und beträgt für überlassene Arbeiter und Angestellte seit 1.4.2017 0,35 % der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage, wobei die Geringfügigkeitsgrenze nicht anzuwenden ist. Dieser Beitrag ist auch von Sonderzahlungen zu leisten.

Kein Weiterbildungsbeitrag
nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz ist zu entrichten:

  • wenn nur für den Betrieb des Überlassers oder nur für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt;
  • wenn weder für den Betrieb des Überlassers noch für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt.
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Beitragszahlung von inländischen Überlassern

Der Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz wird am Letzten eines Kalendermonates mit den Sozialversicherungsbeiträgen fällig. Der Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz ist mit den Sozialversicherungsbeiträgen an jenen Krankenversicherungsträger abzuführen, der für die Durchführung der Pflichtversicherung zuständig ist, und von diesem an den Sozial- und Weiterbildungsfonds zu überweisen.

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Beitragszahlung von ausländischen Überlassern

Besteht für eine überlassene Arbeitskraft keine Pflichtversicherung in Österreich, haben die ausländischen Überlasser den Weiterbildungsbeitrag nach dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz über die BUAK abzurechnen. Wenn aber die überlassene Arbeitskraft der Pflichtversicherung in Österreich unterliegt, gelten für die ausländischen Überlasser dieselben Abrechnungs- und Zahlungsbestimmungen wie für inländische Überlasser.