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Pflichtversicherung


Ein Grundsatz der österreichischen Sozialversicherung ist die Pflichtversicherung, die nahezu alle Erwerbstätigen in die Sozialversicherung einbindet. Dadurch ist es möglich, eine umfassende gesundheitliche Betreuung zu einem vernünftigen Preis für alle anzubieten. Medizinische Leistungen stehen allen Sozialversicherten unabhängig von ihrem individuellen Risiko zur Verfügung (Solidaritätsprinzip). Die Sozialversicherung ist gesetzlich zu zweckmäßiger und sparsamer Verwendung der Beiträge verpflichtet und verfolgt primär soziale, anstatt marktwirtschaftlicher Ziele.

Pflichtversicherung versus Versicherungspflicht:
Machen Sie sich bitte selbst ein Bild!


Pflichtversicherung Versicherungspflicht
Das Versicherungsverhältnis entsteht kraft Gesetz und bietet sofort mit Beginn der Erwerbstätigkeit Schutz! Jede Versicherte/jeder Versicherte muss sich selbst eine Versicherung suchen und es gibt oft Wartezeiten bis der Versicherungsschutz wirkt!
Keine Riskenauslese!
Gleiche Leistungen für alle Anspruchsberechtigten, unabhängig vom Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen.
Privatversicherungen können große Risiken, hinsichtlich Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen, ablehnen.
Riskenauslese!
Beitragsfreie Mitversicherung von nahen Angehörigen Prämienzahlung für jede versicherte Person auch für nicht berufstätige Ehepartner/innen und Kinder
Beitragshöheunabhängig vom individuellen Risiko Prämien- bzw. Leistungshöhe abhängig vom individuellen Risiko
Übersichtliche Tarifgestaltung - für einen einzigen Beitrag alle Gesundheitsleistungen Unübersichtliche Tarifvielfalt -  unterschiedliche Tarife für einzelne Leistungen, Sondertarife etc.
Gesetzlicher Leistungsanspruch
durchsetzbarer Rechtsanspruch
Vertragliche Leistungen - es gelten diverse Versicherungsbedingungen
Nicht gewinnorientiert Gewinnorientiert
Geringer Verwaltungsaufwand
(2,5 Prozent WGKK)
Enormer Verwaltungsaufwand
(15 - 30 Prozent)