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Wiedereingliederungsteilzeit

Stand: 1.1.2019


Während einer Wiedereingliederungsteilzeit gemäß § 13a Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz (AVRAG) unterliegt der Dienstnehmer weiterhin der Vollversicherung, da das zu beziehende Entgelt nach wie vor über der Geringfügigkeitsgrenze liegen muss.

Die Beitragsabrechnung erfolgt auf Basis des tatsächlichen (entsprechend der Arbeitszeit reduzierten) beitragspflichtigen Entgeltes sowie der im Verhältnis Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung gebührenden Sonderzahlungen.

Der Beitrag zur Betrieblichen Vorsorge ist jedoch während der gesamten Dauer der Wiedereingliederungsteilzeit auf Grundlage des monatlichen Entgeltes sowie der Sonderzahlungen vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit zu entrichten (Lohnerhöhungen sind zu berücksichtigen).

Zusätzlich besteht für den Dienstnehmer in diesem Zeitraum eine Teilpflichtversicherung in der Pensionsversicherung. Der Dienstgeber hat dazu keine Beiträge zu leisten.

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Wiedereingliederungsgeld

Für die Dauer der Wiedereingliederungsteilzeit gebührt neben dem aus der Teilzeitbeschäftigung zustehenden Entgelt ein Wiedereingliederungsgeld. Dieses ist vom Dienstnehmer beim zuständigen Krankenversicherungsträger zu beantragen, der auch die Auszahlung für jeweils 28 Tage im Nachhinein durchführt.

Das Wiedereingliederungsgeld errechnet sich aus dem erhöhten Krankengeld, welches entsprechend der Herabsetzung der Normalarbeitszeit zu aliquotieren ist. Wird beispielsweise eine Arbeitszeitreduktion um 50 % vereinbart, so gebührt die Leistung in der Höhe von 50 % des erhöhten Krankengeldes.

Weitere Informationen zur Wiedereingliederungsteilzeit sowie eine umfangreiche Broschüre des Sozialministeriums finden Sie unter den Links in der Rubrik "Mehr im Internet".

Zuletzt aktualisiert am 23. November 2019