DRUCKEN

Beitragspflichtige Mitversicherung

Informationsblatt 21 - Zusatzbeitrag für Angehörige gemäß § 51d des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes


Für mitversicherte Ehegattinnen/Ehegatten, eingetragene Partnerinnen/Partner und haushaltsführende Personen ist ein Zusatzbeitrag einzuheben, wenn die mitversicherte Person nicht

  • ein im gemeinsamen Haushalt lebendes Kind erzieht (auch Wahl-, Stief- und Pflegekinder
    oder Enkel) oder
  • in der Vergangenheit mindestens vier Jahre hindurch ein im gemeinsamen Haushalt lebendes Kind erzogen hat oder
  • selbst Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe drei hat;

weiters wenn die versicherte Person nicht

  • Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe drei hat und nicht überwiegend von einer angehörigen Person gepflegt wird oder
  • Krankengeld, Wochengeld, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezieht oder
  • soziale Schutzbedürftigkeit festgestellt wird.
up

Zusatzbeitrag

Der Zusatzbeitrag beträgt 3,4 % der Beitragsgrundlage der versicherten Person. Als Beitragsgrundlage gilt bei

  • durch eine Erwerbstätigkeit Pflichtversicherten das sozialversicherungspflichtige
    Erwerbseinkommen inklusive Sonderzahlungen, das aus den in der Sozialversicherungsdatenbank des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger gespeicherten Beitragsgrundlagen zu ermitteln ist:
    • heranzuziehen ist die Jahresbeitragsgrundlage des zweitvorangegangenen Kalenderjahres (für 2017 die Jahresbeitragsgrundlage für 2015);
    • liegt die Jahresbeitragsgrundlage für dieses Kalenderjahr (2015) nicht vor, ist die Jahresbeitragsgrundlage des vorhergehenden Kalenderjahres (2016) zu übernehmen;
    • sind solche Jahresbeitragsgrundlagen nicht vorhanden, wird das aktuelle sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen (2017) berücksichtigt;
  • in der Krankenversicherung pflichtversicherten Pensionistinnen/Pensionisten der
    aktuelle monatliche Pensionsbezug zuzüglich der Sonderzahlungen;
  • in der Krankenversicherung Selbstversicherten die für die Selbstversicherung herangezogene Beitragsgrundlage;
  • mehrfach Pflichtversicherten die Beitragsgrundlage aus jedem einzelnen Versicherungsverhältnis;


Die Beitragspflicht besteht ab dem Beginn der Mitversicherung und unabhängig davon, ob eine Leistung aus der Mitversicherung in Anspruch genommen wurde.

Der Zusatzbeitrag wird Versicherten - und nicht Angehörigen - vom Krankenversicherungsträger vorgeschrieben. Für die Zahlung an den Krankenversicherungsträger hat die/der Versicherte selbst zu sorgen.

Der Zusatzbeitrag für Angehörige verbleibt nicht dem Krankenversicherungsträger, sondern fließt über den Weg der Krankenanstaltenfinanzierung in das Bundesbudget. Gezahlte Zusatzbeiträge können im Rahmen der Arbeitnehmer/innen- oder Einkommensteuer-Veranlagung geltend gemacht werden. Dadurch vermindert sich die Bemessungsgrundlage für die Steuer. Bei Fragen zur Arbeitnehmer/innen- oder Einkommensteuer-Veranlagung wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt.

Hat die/der Angehörige eine eigene gesetzliche Krankenversicherung, ist die Vorschreibung des Zusatzbeitrags zu beenden.

Als eigene Krankenversicherung gilt auch eine Selbstversicherung, die von der/dem Angehörigen selbst zu beantragen ist. Dazu zählen die

  • Selbstversicherung in der Krankenversicherung, monatlicher Beitrag 2019 EUR 427,07. Die Herabsetzung des Beitrags durch Nachweis der wirtschaftlichen Verhältnisse ist möglich (z.B. durch Sparbuch, Bestätigung über Zuwendungen);
  • Selbstversicherung in der Krankenversicherung für Studierende (insbesonders für ordentliche Studierende an einer Hochschule), monatlicher Beitrag 2019 EUR 59,57;
  • Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung (wenn die/der Angehörige eine geringfügige Beschäftigung ausübt), monatlicher Beitrag 2019 EUR 63,07.