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Dienstleistungsscheck(s)


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Feststellung der Pflichtversicherung

Bei Beschäftigungen mit Dienstleistungsschecks darf im Jahr 2019  bei einer Arbeitgeberin/einem Arbeitgeber bis zu EUR 612,07 pro Monat verdient werden. Dieser Wert ergibt sich aus der Geringfügigkeitsgrenze für 2019 von EUR 446,81 pro Monat zuzüglich der mit dem Dienstleistungsscheck abgegoltenen Urlaubsersatzleistungen und anteiligen Sonderzahlungen.

Werden für einen Kalendermonat Dienstleistungsschecks verschiedener Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber entlohnt und übersteigt der Gesamtwert der Dienstleistungsschecks EUR 612,07 pro Monat für 2019, ist die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer auch in der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem ASVG pflichtversichert. Vom Wert aller abgegebenen Dienstleistungsschecks für das betreffende Monat sind Beiträge zu entrichten.

Wird eine geringfügige Beschäftigung mit Dienstleistungsscheck neben einer herkömmlichen geringfügigen Beschäftigung und/oder einer vollversicherten unselbständigen Erwerbstätigkeit ausgeübt und übersteigt die Summe der Entgelte aus allen Beschäftigungen die Geringfügigkeitsgrenze für 2019 von EUR 446,81 pro Monat (wobei in der Entlohnung von Dienstleistungsschecks enthaltene Urlaubsersatzleistungen sowie anteilige Sonderzahlungen nicht zu berücksichtigen sind), entsteht eine zusätzliche Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung. Daher sind auch vom gesamten geringfügigen Einkommen Beiträge zu entrichten, unabhängig davon, ob bereits eine Vollversicherung besteht.

Aus dem/den geringfügigen Beschäftigungsverhältnis/sen besteht voller Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung. Das Einkommen aus der/den geringfügigen Beschäftigung/en wird für die Berechnung Ihrer Pension berücksichtigt.

Für die Feststellung der zusätzlichen Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz bleiben folgende Einkommen und Erwerbstätigkeiten (Beschäftigungen) außer Betracht:

  • Pensionseinkommen (z.B. Alterspensionen, Berufsunfähigkeitspensionen, etc.)
  • Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe)
  • Leistungen nach dem Kinderbetreuungsgeldgesetz (Kinderbetreuungsgeld)
  • Erwerbstätigkeiten, die der Pflichtversicherung nach anderen Sozialversicherungsgesetzen unterliegen (z.B. Beamtinnen/Beamte, Gewerbetreibende, Bäuerinnen/Bauern)

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Beiträge

Wenn eine zusätzliche Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung eingetreten ist, sind Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung zu zahlen.

Die Höhe der Beitragszahlung ist abhängig vom geringfügigen Entgelt sowie vom Beitragssatz.

Der Beitragssatz beträgt 14,12 Prozent.

Bei Zugehörigkeit zur Kammer für Arbeiter/innen und Angestellte ist auch die Kammerumlage in Höhe von 0,5 Prozent zu entrichten.

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Änderungen während der Pflichtversicherung

Änderungen während der Pflichtversicherung(wie z.B. Änderung der Wohnadresse oder Beendigung der geringfügigen Beschäftigung) sind möglichst unverzüglich mitzuteilen.

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Weitere Informatione zum Dienstleistungsscheck

Informationen zum Dienstleistungsscheck erhalten Sie im Internet über die Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (www.bmask.gv.at) oder unter der Servicetelefonnummer 0810 555 666.