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Häufig gestellte Fragen (FAQ)



Fragen zur Beitragspflicht:

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Was gilt als geringfügige Beschäftigung?

Geringfügig beschäftigt ist, wer gleichzeitig eine oder mehrere Beschäftigung/en ausübt und nicht mehr als monatlich EUR 415,72  (Geringfügigkeitsgrenze 2016) verdient.

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Was gilt als vollversicherte Beschäftigung?

Vollversichert beschäftigt ist, wer - unabhängig davon ob eine Teilzeit- oder eine Vollzeitbeschäftigung ausgeübt wird - aus allen Beschäftigungen insgesamt mehr als monatlich EUR 415,72 (Geringfügigkeitsgrenze 2016) verdient.

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Warum muss ich nachträglich für eine geringfügige Beschäftigung Beiträge bezahlen?

Für Ihre geringfügige Beschäftigung wird von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber nur der Unfallversicherungsbeitrag entrichtet.

Wenn Ihr monatliches Gesamteinkommen die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet, besteht eine Vollversicherung und Sie müssen den Beitrag (Dienstnehmeranteil/Dienstnehmerinnenanteil) zur Kranken- und Pensionsversicherung  vom geringfügigen Einkommen selbst entrichten.

Hinweis: Bezahlen Sie bereits Beiträge aus einer Beschäftigung (= vollversicherte Beschäftigung), so müssen Sie zusätzlich für die geringfügige/n Beschäftigung/en jedenfalls Beiträge entrichten , unabhängig von der Höhe der/des Einkommen/s aus der/den geringfügigen Beschäftigung/en.   

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Warum wurde/werde ich nicht über meine Beitragspflicht informiert?

Ihre Dienstgeberinnen/Ihr Dienstgeber müssen nicht über alle Ihre Beschäftigungen informiert sein und können daher keine Auskunft zur Beitragspflicht geben.

Hinweis: Geringfügig Beschäftigte erhalten einmal jährlich - nach der ersten Anmeldung zur geringfügigen Beschäftigung - ein Informationsschreiben der Wiener Gebietskrankenkasse zugesandt, in welchem auf eine mögliche Beitragspflicht der geringfügigen Beschäftigung hingewiesen wird.

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Warum bekomme ich eine Beitragsrechung der WGKK?

Wenn Sie mehrere Dienstverhältnisse nebeneinander ausüben und ihr monatliches Gesamteinkommen die Geringfügigkeitsgrenze von EUR 415,72 (Geringfügigkeitsgrenze  2016)  überschreitet, sind für alle geringfügigen Beschäftigungen Beiträge nach zu entrichten.

Diese Beiträge werden in Form einer Beitragsrechnung im Folgejahr vorgeschrieben.

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Wie kann es zu einer Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze kommen?

Es werden gleichzeitig mehrere geringfügige Beschäftigungen ausgeübt und das monatliche Gesamteinkommen aus diesen Beschäftigungen liegt über der Geringfügigkeitsgrenze. In diesem Fall wird die Beitragsrechung über das Gesamteinkommen erstellt.

ODER

Es wird/werden zusätzlich zu einer bestehenden Vollversicherung noch eine/mehrere geringfügige Beschäftigung/en ausgeübt. In diesem Fall wird die Beitragsrechnung nur über die geringfügige/n Beschäftigung/en erstellt.

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Wieviel kann ich beitragsfrei dazu verdienen?

Wenn bereits eine Vollversicherung (= monatliches Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze) besteht und davon bereits Beiträge bezahlt werden, kann nicht beitragsfrei dazu verdient werden. 

Hinweis: Durch die Vollversicherung überschreitet das Einkommen bereits die monatliche Geringfügigkeitsgrenze und es sind alle weiteren Einkommen beitragspflichtig!!!


Wenn eine geringfügige Beschäftigung besteht und mit dem Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze von EUR 415,72 (Geringfügigkeitsgrenze 2016) noch nicht erreicht wurde, kann - sofern das Gesamteinkommen aus allen Beschäftigungen die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet - beitragsfrei dazu verdient werden.

Hinweis: Sobald die Summe aller geringfügigen Einkommen die monatliche Geringfügigkeitsgrenze überschreitet, sind alle Einkommen beitragspflichtig!!!

Fragen zur Beitragsrechnung:

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Woher kommen die Werte des Gesamtentgelts/der Sonderzahlung auf der Beitragsrechnung?

Das Gesamtengtelt und die Sonderzahlung werden der WGKK von der/dem jeweiligen Dienstgeberin/Dienstgeber gemeldet. Ebenso werden der Beginn und das Ende der Beschäftigungszeiten von der/dem jeweiligen Dienstgeberin/Dienstgeber mittels An- oder Abmeldung übermittelt. 

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Warum bekomme ich eine Beitragsrechnung erst im Folgejahr? 

Eine frühere Beitragsrechnung ist nicht möglich, da die Meldungen Ihrer Jahresverdienste (Einkommen) jährlich im Nachhinein durch die Dienstgeberinnen und Dienstgeber erfolgen.

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Wie kann ich die Beiträge schon vor dem Folgejahr entrichten? 

Die monatliche Vorausszahlung von Beiträgen ist möglich und kann beantragt werden. 

Für eine erfolgreiche Antragstellung benötigen wir einen

linkAntrag auf Beitragsvorauszahlung (80.2 KB) .

Hinweis: Da die Berechnung der Beiträge vorerst aufgrund Ihrer Angaben erfolgt, wird im Folgejahr nach der Grundlagenübermittlung der Dienstgeberinnen und Dienstgeber eine Beitragsrechnung erstellt, und eine gegebenenfalls entstandene Differenz vorgeschrieben.

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Warum muss ich für Tage bezahlen, an denen ich nicht mehr gearbeitet habe?

Das arbeitsrechtliche und das sozialversicherungsrechtliche Ende eines Beschäftigungsverhältnisses können sich durch die Ersatzleistung für nicht verbrauchten Urlaub und/oder eine Kündigungsentschädigung  unterscheiden. Da diese Ersatzleistung/Kündigungsentschädigung die Dauer Ihrer Pflichtversicherung verlängert, entsteht für diese Zeit die Beitragspflicht.

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Warum ist in der Beitragsrechnung eine Dienstgeberin/ein Dienstgeber angeführt, die/den ich nicht kenne?

Wenn Sie eine angegebene Dienstgeberin/einen angegebenen Dienstgeber nicht kennen, ersuchen wir Sie zwecks Überprüfung Ihrer Anmeldung um persönliche Vorsprache.

Bitte beachten Sie: Der von uns angeführte Dienstgebername laut Firmenbuch muss nicht immer mit dem in der Öffentlichkeit präsentierten Namen übereinstimmen (z.B. Franchise-Unternehmen). Prüfen Sie bitte daher vor Ihrem Einwand, ob nicht doch auf Ihren Lohn- oder Auszahlungsunterlagen der von uns angeführte Dienstgebername aufscheint bzw. ob Sie nicht doch im angeführten Zeitraum geringfügig beschäftigt waren.

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Was kann ich tun, wenn die Angaben der Beitragsrechnung nicht mit meinen Aufzeichnungen übereinstimmen?

Sie können uns schriftlich einen Einwand gegen die Beitragsrechnung zusenden. Welche Unterlagen als Beilage zum Einwand erforderlich sind, können Sie den nächsten Punkten entnehmen.

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Warum stimmen die angegebenen Beschäftigungszeiten/Einkommen mit meinen Aufzeichnungen nicht überein?

Die Versicherungszeiten sowie die Einkommen werden von den Dienstgeberinnen/Dienstgebern gemeldet. Wenn diese nicht korrekt sind, ersuchen wir Sie, sich mit der betreffenden Dienstgeberin/dem betreffenden Dienstgeber in Verbindung zu setzen, damit diese/dieser die erforderlichen Meldeberichtigungen veranlassen kann. Um gegebenenfalls eine Berichtigung der Beitragsberechnung vornehmen zu können, ersuchen wir Sie weiters, uns über die Meldeberichtigungen zu informieren und uns die von der Dienstgeberin/dem Dienstgeber ausgehändigten Unterlagen in Kopie zu übermitteln.

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Warum habe ich eine Beitragsrechnung erhalten, obwohl mein tatsächliches monatliches Gesamteinkommen nicht über der Geringfügigkeitsgrenze liegt?

Die Dienstgeberinnen/Dienstgeber melden für den Zeitraum, in dem Sie beschäftigt waren, einen Gesamtverdienst. Dieser wird durch die Anzahl der jeweiligen Beschäftigungsmonate geteilt, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. Wenn dieser Durchschnittswert nicht mit dem tatsächlich erzielten monatlichen Einkommen übereinstimmt, übermitteln Sie uns bitte alle Einkommensunterlagen (z.B. Jahreslohnkonto, monatliche Lohn- oder Gehaltsabrechnungen, Honorarnoten), damit wir unsere Berechnung überprüfen können.

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Warum habe ich eine Beitragsrechnung erhalten, obwohl mein Einkommen aus allen geringfügigen Beschäftigungen nicht über der Geringfügigkeitsgrenze liegt und ich bereits pflichtversichert bin?

Wenn Sie zusätzlich zu einer Pflichtversicherung ein geringfügiges Einkommen erzielen, so sind für dieses Einkommen jedenfalls Beiträge zu entrichten, auch wenn das Gesamteinkommen der geringfügigen Beschäftigungen nicht über der Geringfügigkeitsgrenze liegt.

Hinweis: Die Geringfügigkeitsgrenze wird bereits durch das Einkommen aus der Pflichtversicherung überschritten und somit wird automatisch jedes zusätzliche geringfügige Einkommen beitragspflichtig.

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Was kann ich tun, wenn ich nicht in der Lage bin, auf einmal zu bezahlen?

Wir bitten Sie zwecks Ratenvereinbarung um direkte Kontaktaufnahme mit unserer Abteilung Beitragseinhebung unter der Service-Telefonnummer +43 1 601 22-2389 oder per E-Mail unter  linkbe-sov@wgkk.at.

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Wo kann ich einen Einwand gegen die Beitragsrechnung erheben?

Sie können Ihren Einwand, gemeinsam mit den entsprechenden Unterlagen, wie folgt übermitteln:


per Post 

Wiener Gebietskrankenkasse, VA/SOV - 471, Wienerbergstraße 15-19, 1100 Wien

per Telefax

 +43 1 601 22-2214

per E-Mail

linkmehrfachversicherung@wgkk.at


Allgemeine Fragen

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Welcher Wert gilt für die aktuelle Jahresvorschreibung?

In der aktuellen Jahresvorschreibung werden Beiträge für geringfügige Beschäftigungen aus dem Jahr 2015 nachverrechnet.

Die monatliche Geringfügigkeitsgrenze lag 2015 bei EUR 405,98.

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Welche Leistungen kann ich in Anspruch nehmen?

Bei einer aus der Vorschreibung resultierenden Pflichtversicherung entsteht der Anspruch auf sämtliche Leistungen der Krankenversicherung und die betroffenen Monate gelten als Pensionsversicherungszeiten. 

Beim Zusammentreffen von einer geringfügigen Beschäftigung mit einer bereits bestehenden Pflichtversicherung erhöhen sich die Grundlagen für die Geldleistungen der Krankenversicherung (Krankengeld, Wochengeld) und die Grundlage für die Pension.

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Warum wird man versichert, wenn man bereits mitversichert ist?

Durch das Überschreiten der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze EUR 415,72 (Geringfügigkeitsgrenze 2016) entsteht die Pflichtversicherung. Diese ist der Mitversicherung übergeordnet und es sind Beiträge zu entrichetn.