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Beitragspflichtige Mitversicherung

Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass für bestimmte Angehörige ein Zusatzbeitrag im Ausmaß von 3,4 Prozent der Beitragsgrundlage zu entrichten ist.

Dieser Beitrag wird zwar von den zuständigen Krankenversicherungsträgern eingehoben, verbleibt diesen aber nicht, sondern wird über den Weg der Krankenanstaltenfinanzierung dem Bundesbudget zugeführt.

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Der Zusatzbeitrag ist zu zahlen

  1. für Ehegattinnen/Ehegatten sowie
    für eingetragene Partnerinnen/eingetragene Partner
  2. für Lebensgefährtinnen/Lebensgefährten
  3. für (erwachsene) Angehörige aus dem Kreis der Eltern, Wahl- , Stief- und Pflegeeltern, der Kinder, Wahl- , Stief- und Pflegekinder, der Enkel oder der Geschwister der/des Versicherten, die als haushaltsführende Angehörige gelten
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Der Zusatzbeitrag ist nicht zu zahlen 

  1. Für mitversicherte Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder bzw. Enkel der/des Versicherten
  2. Für die unter Punkt 1, 2 und 3 angeführten Personen wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:
    • Die/der mitversicherte Angehörige widmet sich aktuell der Erziehung eines oder mehrerer im gemeinsamen Haushalt lebender Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
    • Die/der mitversicherte Angehörige hat sich in der Vergangenheit der Erziehung eines oder mehrerer Kinder die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten zumindest vier Jahre hindurch gewidmet.
      Dafür war die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn neben der Kindererziehung eine Beschäftigung ausgeübt wurde. Das bedeutet, dass diese mitversicherte Person durch mindestens vier Jahre mit einem Kind (z.B. eheliches Kind, Stiefkind etc.), das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, in Hausgemeinschaft gelebt haben muss.
    • Die/der mitversicherte Angehörige erhält Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3.
    • Die/der mitversicherte Angehörige pflegt unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer/seiner Arbeitskraft nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung die/den Versicherte/n, die/der zumindest Pflegegeld in Höhe der Stufe 3 erhält .
  3. Bei Vorliegen einer sozialen Schutzbedürftigkeit nach den Richtlinien des Hauptverbandes. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das monatliche Nettoeinkommen der/des Versicherten den Ausgleichszulagenrichtsatz für Ehepaare (2016: EUR 1.323,58) nicht übersteigt.
  4. Während des Bezuges von Krankengeld, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe.