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WGKK begrüßt zweiten Schritt der Leistungsharmonisierung

Angleichung wird so rasch als möglich umgesetzt


03.10.2017 - Für Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und Vorsitzende der Trägerkonferenz des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, ist der heutige Beschluss zur weiteren Harmonisierung der Leistungen in der Krankenversicherung "ein großer Wurf". Reischl: "Es geht immerhin um Verbesserungen in einer Dimension von 36 Millionen Euro, die den Versicherten zu Gute kommen werden." Damit setze die Sozialversicherung binnen kurzer Zeit bereits einen zweiten wichtigen Schritt hin zur Harmonisierung der Leistungen für alle Versicherten vom Neusiedler- bis zum Bodensee.

Konkret hat die Trägerkonferenz in ihrer heutigen Sitzung Angleichungen bei kieferorthopädischen Behandlungen, unentbehrlichem Zahnersatz, Transportkosten, Reise(Fahrt)kosten, Perücken bei onkologischer Behandlung, Kontaktlinsen und der Versorgung mit Flüssigsauerstoff beschlossen. "Diese Verbesserungen werden die Menschen bereits Anfang nächsten Jahres spüren", so Reischl.

Wesentlich für die WGKK-Versicherten sind die Transportkosten und der Zahnersatz. Für Transporte, die ab 1. Jänner 2018 in Anspruch genommen werden, gibt es keine Kostenbeteiligung mehr. Aktuell zahlen die Versicherten die einfache oder doppelte Rezeptgebühr, abhängig davon, ob der Transport mit einem Fahrtendienst oder liegend bzw. in einem Krankenwagen durchgeführt wird. Beim Zahnersatz müssen die Versicherten in Zukunft nur mehr 25 statt 50 Prozent der Kosten tragen.

Gleiche Leistung für gleichen Beitrag

"Mit den jüngsten Maßnahmen zur Harmonisierung der Leistungen setzt die Sozialversicherung wesentliche Reformschritte", betont Reischl. So wurde bereits im August die erste Etappe beschlossen. "Wir sind damit auf dem richtigen Weg und lassen unseren Ankündigungen auch konkrete Taten folgen", unterstreicht die WGKK-Obfrau.

Effizienz durch Aufgabenbündelung

Neben der Leistungsharmonisierung war auch die Bündelung von Aufgaben ein Thema in der heutigen Trägerkonferenz. "Durch eine engere Zusammenarbeit können wir unser Effizienzpotential heben und die dann zur Verfügung stehenden Mittel für den Leistungsausbau verwenden", so Reischl. Im Bereich der Verwaltungskosten ist eine Reduktion um 10 Prozent bzw. 120 Millionen Euro in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung vorgegeben.

Obwohl bereits in den vergangenen Jahren verstärkt zusammengearbeitet wurde, besteht bislang keine Kooperation in allen Bereichen. "Aus diesem Grund hat sich die Trägerkonferenz heute dazu bekannt, hier rasch Maßnahmen zu setzen, um die Zusammenarbeit zu forcieren", so die WGKK-Obfrau abschließend.


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