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So beugen Sie Diabetes vor

Typ-2-Diabetes wird vor allem durch einen ungesunden Lebensstil ausgelöst.

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Der Typ-2-Diabetes ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten. Dr. Helmut Brath, Oberarzt in der Diabetes- und Fettstoffwechselambulanz des Gesundheitszentrums Wien-Süd der Wiener Gebietskrankenkasse erklärt: „Zivilisationserkrankungen werden vor allem durch einen ungesunden Lebensstil ausgelöst. Das Gute daran ist im Umkehrschluss: Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich das Diabetes-Risiko deutlich senken“. Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen sind die größten Risikofaktoren für einen Diabetes. Dr. Brath verdeutlicht das: „Wer sein Gewicht durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung im Normalbereich hält und nicht raucht, hat schon viel getan“.

Video - Diabetes, eine Volkskrankheit

Zur gesunden Ernährung gehören viel Gemüse und Obst, Lebensmittel aus Vollkorn, magere Milchprodukte sowie fettarmes Fleisch und Fisch in Maßen. Reichlich rotes Fleisch (Schwein, Rind, Schaf, Ziege etc.) sowie verarbeitetes Fleisch (Wurst, Salami, etc.) ist ungünstig. Zucker, Knabbereien und Süßspeisen sollten ebenfalls nur in geringen Mengen und selten gegessen werden. Wasser und ungesüßter Tee werden als Getränke empfohlen und sollten ausreichend getrunken werden. Getränke mit hohem Zuckergehalt, aber auch gesüßte Getränke, wie Soft- oder Energydrinks sollten möglichst vermieden werden.

Von besonderer Bedeutung ist auch regelmäßiger Sport. Am besten sollten sowohl Ausdauerbewegungen wie Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Laufen (zumindest drei Stunden pro Woche, mehr ist günstiger) als auch Muskelaufbau (z. B. Gymnastik oder Muskeltraining alle zwei bis drei Tage) regelmäßig durchgeführt werden.

Dass Rauchen gefährlich ist, ist allgemein bekannt. Neue Forschungen zeigen allerdings, dass nicht nur Rauchen, sondern auch Passivrauchen das Risiko für Diabetes erhöht. Man sollte deswegen Lokale und andere geschlossene Räume bevorzugen, in denen nicht geraucht wird.

Diabetes rechtzeitig erkennen

© wgkk Diabetes verläuft lange Zeit ohne Symptome, Gefäße, Augen, Nieren und Nerven werden aber bereits ab dem Frühstadium geschädigt. Dies kann in der Folge zu schweren Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Sehschwäche, Durchblutungsstörungen in den Beinen sowie Nervenerkrankungen führen kann. Bei folgende Symptomen sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat holen: erhöhter Durst, Schwäche, Juckreiz, Muskelkrämpfe, vermehrtes Wasserlassen, vermehrte Infekte und schlecht heilende Wunden. Dr. Brath (siehe Foto): „Wird ein erhöhtes Risiko für einen Diabetes rechtzeitig erkannt, kann in vielen Fällen mit einer nachhaltigen Lebensstil-Umstellung der Ausbruch der Krankheit noch verhindert werden“. Auch bei der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung können mögliche Risikofaktoren früh erkannt werden und rechtzeitig reagiert werden.

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