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Neue PET-CT-Diagnostik im Hanusch-Krankenhaus

WGKK investiert in hochmodernes Gerät und stärkt die onkologische Versorgung


07.06.2017 - Seit Anfang Juni 2017 ist im Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) ein hochmodernes PET-CT-Gerät (Positronen-Emissions-Tomographie und Computer-Tomographie) in Betrieb. Es ist das fünfte derartige Gerät in einem öffentlichen Krankenhaus in Wien. Eingesetzt wird die PET-CT vor allem in der onkologischen Diagnostik, in der Therapieplanung und zur Verlaufskontrolle.

Die WGKK als Betreiberin des Hanusch-Krankenhauses investiert 1,2 Mio. Euro alleine für die Anschaffung des Geräts. Dazu kommen noch die Kosten für die notwendigen Umbauarbeiten im Zentralröntgeninstitut des Hanusch-Krankenhauses. WGKK-Obfrau Ingrid Reischl: „Mit der neuen PET-CT unterstreicht die WGKK die Bedeutung des Hanusch-Krankenhauses für die Versorgung von onkologischen Patientinnen und Patienten in Wien“.

Fotocredit: WGKK/ Ranzmaier




Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Haller mit der neuen PET-CT im Hanusch-Krankenhaus

Eine PET-CT kombiniert die Technik der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Univ.-Prof. Dr. Jörg Haller, Leiter des Zentralröntgeninstituts des Hanusch-Krankenhauses erklärt: „Mit der PET-CT lassen sich gleichzeitig anatomische Strukturen und erhöhte Stoffwechselaktivität darstellen.“ Die PET-CT ermöglicht so das Auffinden kleinster Tumoren und Metastasen, die von anderen Techniken nicht erfasst werden.

Die Zuweisung der Patientinnen und Patienten zur Untersuchung erfolgt in der Regel von Abteilungen des Hanusch-Krankenhauses. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in den Tumorboards des Spitals von allen an der Behandlung beteiligten Ärztinnen und Ärzten besprochen. Zum Einsatz kommt die PET-CT unter anderem zur Diagnostik von hämatologischen Krebserkrankungen und Krebserkrankungen von Brust, Gehirn, Verdauungstrakt, Kopf- und Rachen, Haut, Lunge und Geschlechtsorgane. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Kardiologie und die Neurologie.

Ablauf der Untersuchung

Vor der eigentlichen Untersuchung wird den Patientinnen und Patienten ein so genannter Tracer in die Vene verabreicht. Dabei handelt es sich um eine geringe Menge einer radioaktiv markierten Substanz. Diese reichert sich verstärkt in Tumorgewebe bzw. in Metastasen an und zeigt so die dort erhöhte Stoffwechselaktivität auf den Aufnahmen an. Bei der Untersuchung werden gleichzeitig CT-Aufnahmen mittels Röntgenstrahlung durchgeführt, um die anatomische Zuordnung der Organe zu dokumentieren.

Eine besondere Bedeutung hat das Verfahren auch in der Therapiekontrolle in der Onkologie. Schon nach kurzer Behandlungsdauer kann mittels PET-CT überprüft werden, ob die Therapie tatsächlich wirkt. Damit kann gegebenenfalls rasch auf eine andere wirksame Therapie umgestellt werden, was kostbare Zeit spart. Gleichzeitig werden die Patientinnen und Patienten weniger belastet und auch noch Kosten für teure Medikamente gespart.

Strahlenschutz

Der Betrieb einer PET-CT Anlage erfordert hohe Maßnahmen im Bereich des Strahlenschutzes. Entsprechend den Vorgaben der Behörde wurden alle Wände und Türen speziell mit Blei verstärkt. Allein die Strahlenschutz-Schiebetüren im Eingangsbereich zum PET-CT-Raum wiegen zirka 700 Kilogramm. Um das Personal optimal zu schützen, wurde für die Verarbeitung der radioaktiven Substanzen eine abgeschirmte, geschlossene Hochsicherheitswerkbank angeschafft.


Bildmaterial:

linkPressefoto (2.5 MB) Credit: WGKK/ Ranzmaier

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Haller mit der neuen PET-CT im Hanusch-Krankenhaus

  

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