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WGKK: Ärztekammer verunsichert Patientinnen

Alleiniges Ausstellen eines Rezepts für Verhütungsmittel ist seit jeher keine Kassenleistung


Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) weist darauf hin, dass die Wiener Ärztekammer mit ihrer Aussendung vom 8. März Frauen mit falschen Behauptungen in die Irre führt und verunsichert – und zwar aus mehreren Gründen. 

  1. Verhütungsberatung per se gibt es nicht
    Es ist gesetzlich geregelt, dass die österreichischen Krankenversicherungsträger – darunter auch die WGKK – die Kosten für Verhütung nicht übernehmen. Daher gibt es auch keine Verhütungsberatung, die mit einer Krankenkasse abgerechnet werden kann. Die Aussage der Wiener Ärztekammer, dass diese nicht mehr übernommen wird, ist daher falsch. 

  2.  Das alleinige Ausstellen eines Rezepts für Verhütungsmittel ist keine Kassenleistung
    Da Verhütungsmittel laut ASVG nicht von den Krankenkassen übernommen werden, stellen auch das alleinige Ausstellen von diesbezüglichen Rezepten und der ausschließliche Ordinationsbesuch deswegen keine Kassenleistung dar. Die WGKK betont in diesem Zusammenhang, dass notwendige Untersuchungen, die über das reine Verschreiben von Verhütungsmitteln an sich hinausgehen, natürlich honoriert und von der WGKK übernommen werden.

  3.   Ärztekammer informiert falsch
    In der Vergangenheit gab es immer wieder Unklarheiten, welche Leistungen Gynäkologinnen und Gynäkologen mit der WGKK abrechnen können. Aus diesem Grund wurde dieser Punkt bei der letzten routinemäßigen Besprechung zwischen WGKK und Wiener Ärztekammer auf die Tagesordnung gesetzt. Bei der Sitzung wurde genau besprochen, welche gynäkologischen Leistungen auf Kosten der WGKK abgerechnet werden können und welche nicht. Es wurde gemeinsam mit der Ärztekammer vereinbart, ein entsprechendes Rundschreiben an die Gynäkologinnen und Gynäkologen zu verschicken. Dessen Inhalt wurde mit der Wiener Ärztekammer abgestimmt. Die Ärztinnen und Ärzte wurden darin darauf hingewiesen, dass das alleinige Ausstellen eines Verhütungsrezeptes keine Kassenleistung darstellt. 

Nun zu behaupten, dass den Versicherten eine Leistung gestrichen wird, ist daher schlichtweg falsch! Die Wiener Ärztekammer sollte statt Falschbehauptungen in den Raum zu stellen, den Frauen endlich die endovaginale Sonographie (gynäkologischer Ultraschall) auf Kosten der WGKK bei der nächsten Vertragsverhandlung zugänglich machen. 

  

Rückfragehinweis:

Wiener Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Mag.a Regine Bohrn

10., Wienerbergstraße 15–19
Tel.: +43 1 601 22-1351
Fax: +43 1 601 22-2135
E-Mail: linkregine.bohrn@wgkk.at