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Finanzierung


In Österreich sind nahezu alle Personen krankenversichert. Die soziale Krankenversicherung in Österreich ist eine Pflichtversicherung. Die Finanzierung der Wiener Gebietskrankenkasse erfolgt durch das so genannte Umlageverfahren. Dies bedeutet, dass die laufenden Ausgaben dabei im Wesentlichen aus den in derselben Rechnungsperiode erschlossenen Einnahmen gedeckt werden.

  • Die Mittel werden in erster Linie durch Beiträge aufgebracht, welche von den Versicherten, bei den pflichtversicherten Erwerbstätigen in der selben Höhe auch von den Dienstgeber/innen, zu zahlen sind.
  • Die Krankenversicherungsträger und somit auch die Wiener Gebietskrankenkasse erhalten weiters auch Mittel aus den beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger eingerichteten Ausgleichsfonds.
  • Darüber hinaus ersetzt der Bund der Wiener Gebietskrankenkasse für bestimmte Leistungen einen Teil des Aufwandes:
    • Wochengeld zu 70 Prozent
    • Mutter-Kind-Pass-Untersuchung zu 66 Prozent
    • Jugendlichen- und Gesundenuntersuchungen zu 50 Prozent sowie 60 Prozent der dafür aufgewendeten Transportkosten
    • Vorsorge(Gesunden)untersuchungen für Nichtversicherte zu 100 Prozent
    • die Krankenversicherung der Kriegshinterbliebenen sowie der Zugeteilten nach dem KOVG, HVG und OFG pauschal
    • sowie die entstandenen Aufwendungen nach dem Karenzgeldgesetz als übertragene Leistung zu 100 Prozent
  • In einigen Bereichen sind Zuzahlungen der Versicherten wie unter anderem die Rezeptgebühr in der Höhe von derzeit EUR 5,85 für jede Heilmittelpackung oder das Service Entgelt für die e-card in der Höhe von EUR 11,10 jährlich vorgesehen.
  • Eine weitere Einnahmequelle sind Verzugszinsen und Beitragszuschläge der Dienstgeber/innen, wenn diese z.B. Beiträge erst nach Fälligkeit bezahlen oder wenn die Anmeldung zur Pflichtversicherung zu spät erfolgt ist.
  • Auch Vermögenserträgnisse unter anderem aus Geldeinlagen tragen in geringem Ausmaß zur Finanzierung der Wiener Gebietskrankenkasse bei.