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Oh Schreck, ein Zeck!

So reagieren Sie richtig, wenn Sie bei sich oder jemand anderem eine Zecke entdecken.


Zecken können in Österreich sowohl die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als auch Borreliose übertragen.

Entdecken Sie bei sich oder einem anderen Menschen eine in der Haut festsitzende Zecke, sollten Sie diese rasch entfernen. Dazu fassen Sie die Zecke möglichst weit unten mit einer Pinzette und ziehen sie mit einem Zug heraus ohne das Tier zu quetschen.

Drin. Katharina Wippel-Slupetzky Damit ist es aber noch nicht getan: „Durch einen Zeckenstich können sowohl die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als auch die Borreliose übertragen werden“, erklärt die Fachärztin für Dermatologie Dr.in Katharina Wippel-Slupetzky, von der Hautambulanz des WGKK-Gesundheitszentrums Wien-Nord. Während die FSME durch Viren übertragen wird, können Borrelien im Verdauungstrakt der Zecke leben.

Dr.in Katharina Wippel-Slupetzky

Gegen Borreliose gibt es derzeit keinen Impfstoff. Der beste Schutz vor einer Borreliose ist das rasche Entfernen der Zecke. Danach sollten Sie die Stelle weiter beobachten“.

Tritt Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich eine ringförmige Rötung rund um die Stichstelle auf, kann es sich dabei um die so genannte Wanderröte als charakteristisches Symptom der Borreliose handeln. Bei einer Borreliose können auch folgende Symptome Tage bis Wochen nach dem Stich auftreten: Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Herzprobleme, Kopfschmerzen und Genickstarre, Schwäche und Gefühlsstörungen. In diesem Fall ist ein Arztbesuch wichtig, um gegebenenfalls eine Antibiotika-Therapie einzuleiten. Dr.in Wippel-Slupetzky informiert: „Wichtig ist zu wissen, dass zum Zeitpunkt des Zeckenstichs eine Laboruntersuchung noch keinen Sinn macht. Zu diesem Zeitpunkt sind im Blut noch keine nachweisbaren Antikörper gebildet worden“. Ärztin bzw. Arzt erklären das weitere Vorgehen.

Wenn eine Borreliose nicht behandelt wird, kann es auch noch Monate oder Jahre nach dem Zeckenstich zu Problemen wie Gelenksentzündungen, Gedächtnisstörungen und Hautproblemen kommen.

Gegen die FSME gibt es eine vorbeugende Impfung, der vor der Gehirnentzündung schützt. Wichtig ist es daher auf einen aufrechten Impfschutz zu achten. Die beiden vorhandenen FSME-Impfstoffe sind ab dem ersten Lebensjahr zugelassen. Für eine komplette Durchimpfung sind drei Teilimpfungen notwendig. Die erste „Auffrischung“ erfolgt dann nach drei Jahren. Bis zum 60. Lebensjahr reicht dann eine „Auffrischung“ alle fünf Jahre, danach alle drei Jahre.

Links zu den Hautambulanzen in den WGKK-Gesundheitszentren