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Netzhauterkrankungen


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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration hat zwei unterschiedliche Verlaufsformen.

  • Trockene AMD
    Die trockene Form ist die gutartigere Form der AMD. Bei dieser Form tritt im Bereich der Netzhautmitte (=Makula) eine Verkalkung in Form von sogenannten Drusen auf. Die ersten Anzeichen machen sich meist beim Lesen bemerkbar. Mitten im Schriftbild, dort wo die Patientin/der Patient gerade hinschaut, ist ein verschwommener Fleck. Anfangs fehlen nur wenige Buchstaben, doch mit der Zeit wird dieser Fleck größer. Im späteren Stadium der Krankheit kann die Patientin/der Patient auch Gesichtszüge nicht mehr erkennen. Was aber in den meisten Fällen erhalten bleibt, ist das Sehen von schemenhaften Umrissen und Kontrasten, d.h. die Patientin/der Patient wird nicht blind. Wirksame Medikamente oder eine andere Behandlungsmethode gibt es trotz weltweiter intensiver Forschung zur Zeit leider nicht.
  • Feuchte AMD
    Bei der "feuchten" altersbedingten Makuladegeneration führt die flüssigkeitsbedingte Schwellung der Netzhaut zu einer Verzerrung des auf der Netzhaut entworfenen Bildes, so dass für die Patientin/den Patienten als erstes Anzeichen Linien gerader Objekte, wie z.B. des Fensterrahmens, "verbogen" erscheinen. Die Schwellung der Netzhaut wird durch Blutgefäße verursacht, die krankhafterweise aus der Aderhaut in die Netzhaut einwachsen und dort die Sinneszellen zerstören. Eine Therapie bzw. Sehverbesserung ist in vielen Fällen durch intra-vitreale operative Medikamentenapplikation möglich.
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Diabetische Retinopathie

(c) WGKK Bei der diabetischen Retinopathie erkranken als Folge der Stoffwechselstörung die Gefäße, die für die Ernährung der Netzhaut sorgen. Die Erkrankung führt dazu, dass ein Teil der Netzhaut aufgrund von Sauerstoffmangel zugrunde geht. Außerdem werden sie für Blutbestandteile und Blut durchlässig. Es kommt zu immer wiederkehrenden Blutungen, Flüssigkeitsansammlungen und schließlich zu Gefäß- und Gewebsneubildungen. Wichtig ist die exakte Einstellung des Diabetes durch entsprechende Medikamente und Diät, um das Fortschreiten der Retinopathie hinauszuzögern.

Wir unterscheiden unterschiedliche Stadien/Formen der diabetischen Retinopathie:

  • Nicht proliferative diabetische Retinopathie
    Diese Form besteht aus kleinen, herdförmig auftretenden Gefäßveränderungen, kleinen Blutungen in der Netzhaut und vermehrter Ablagerung von Fettsubstanzen.
  • Proliferative diabetische Retinopathie
    Bei dieser Form kommt es zur Bildung neuer, krankhafter Blutgefäße, die von der Netzhaut in das Augeninnere hineinwachsen und die Ursache für schwere Blutungen in das Augeninnere, den Glaskörper, sind. Diese Form kann schließlich zur Erblindung führen.
  • Diabetisches Makulaödem
    Hier kommt es zu einer flüssigkeitsbedingten Schwellung der Netzhaut, vor allem der Netzhautmitte (=Makula). Eine Therapie bzw. Sehverbesserung ist in vielen Fällen durch intra-vitreale operative Medikamentenapplikation möglich.

Die Behandlung von Patientinnen/Patienten mit Netzhautveränderungen erfolgt in unserer Netzhautambulanz.