DRUCKEN

Versorgung von Flüchtlingen - die wichtigsten Fragen und Antworten

Sind Asylwerberinnen und -werber bzw. Flüchtlinge krankenversichert?


1.) Sind Asylwerberinnen und -werber bzw. Flüchtlinge krankenversichert?
Asylwerberinnen und -werber sind gesetzlich krankenversichert und damit anspruchsberechtigt. Somit sind diese Personen entsprechend medizinisch in Spitälern und von niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzten zu betreuen.

Flüchtlinge, die sich auf der Durchreise befinden, sind nicht krankenversichert. Sollte es zu einem Notfall kommen, werden diese Personen durch örtlich bestehende Einrichtungen versorgt.

Für Personen mit anerkanntem Asylstatus bestehen folgende Versicherungsmöglichkeiten.

  • Pflichtversicherung aufgrund von Erwerbstätigkeit
  • Mitversicherung
  • Selbstversicherung
  • Krankenversicherungsschutz aufgrund von Mindestsicherungsbezug


2.) Welche der oben genannten Personen werden von der WGKK in der Folge betreut?
Die WGKK ist leistungszuständig für Asylwerberinnen und -werber, welche in Wien untergebracht sind. Sowie für Personen mit anerkanntem Asylstatus, die in der Bundeshauptstadt beschäftigt sind bzw. hier ihren Wohnsitz haben.

3.) Wie ist für die Ärztin/den Arzt erkennbar, dass eine Person versichert und damit anspruchsberechtigt ist?
Der Nachweis für einen Versicherungsschutz ist eine positive Anspruchsprüfung mit e-card, o-card, oder e-card-Ersatzbeleg.
Wenn Asylwerberinnen und -werber bzw. Personen mit positivem Asylbescheid über eine Versicherungsnummer verfügen, kann eine Anspruchsprüfung jedenfalls mittels O-card (Ordinations-Karte in der Arztpraxis) erfolgen.
Darüber hinaus wird eine vom Fonds Soziales Wien ausgestellte „Servicekarte“ als Anspruchsnachweis akzeptiert.

Jede zu behandelnde Person sollte sich mit einen amtlichen Lichtbildausweis, wie z.B. Reisepass, Ausweis des BFA (Bundesamt für Fremden- und Asylwesen) oder sonstigem mit Foto versehenen Dokument ausweisen können.

4.) Welche Leistungen umfasst die Betreuung der WGKK?
Die WGKK stellt für die anspruchsberechtigten Asylwerberinnen und -werber ausschließlich Sachleistungen zur Verfügung. Sie erhalten demnach ärztliche Hilfe, Medikamente sowie Heilbehelfe und Hilfsmittel (z.B. Krücken). Geldleistungen (Kranken- oder Wochengeld) werden nicht erbracht.

Personen mit anerkanntem Asylstatus können, sofern sie aufgrund von Erwerbstätigkeit versichert sind, zusätzlich zu den Sachleistungen auch Kranken- oder Wochengeld erhalten.

5.) Wie viele Personen betreut die WGKK aktuell?
Die WGKK betreut derzeit 1.700.000 Menschen in Wien, davon sind ca. 17.000 Asylwerberinnen und -werber.