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Hörgerät


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Wie erhalte ich ein Hörgerät?

Mit 1. Februar 2006 gibt es in Österreich bei der Hörgeräteversorgung einige für die Patientin/denPatienten wichtige Änderungen.
Ein volldigitales Hörgerät mit deutlich verbesserter Technologie ermöglicht eine gute Versorgung fast aller schwerhöriger Patientinnen/Patienten ohne Zuzahlung. Der Zugang zur Hörgeräteversorgung wurde durch einen neuen und patientenfreundlicheren Ablauf wesentlich erleichtert.

Eine Fachärztin/ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten kann feststellen, ob die Schwerhörigkeit durch eine Therapie oder durch ein Hörgerät verbessert werden kann. Die Fachärztin/der Facharzt stellt dann die Verordnung für ein Hörgerät aus. Mit dieser Verordnung sucht man die Hörgeräte-Akustikerin/den Hörgeräte-Akustiker der eigenen Wahl auf.

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Folgeversorgung:

Benötigt die Patientin/der Patient nach Ablauf von 5 Jahren neuerlich ein Hörgerät, da das Derzeitige nicht mehr funktionstüchtig ist, kann dieHörgeräte-Akustikerin/der Hörgeräte-Akustiker ein neues Gerät ohne vorheriger fachärztlicher Verordnung, mit den sonstigen Unterlagen der Wiener Gebietskrankenkasse zur Bewilligung vorlegen.

Während einer Probezeit wird das Hörgerät von der Patientin/dem Patienten getestet und durch regelmäßige Kontrollen bei der Akustikerin/dem Akustiker gut eingestellt. Der Erfolg der Versorgung wird durch Messungen dokumentiert. Nach Vorliegen dieser Messung kann die Gebietskrankenkasse über eine Bewilligung entscheiden. Eine abschließende Kontrolle bei der Fachärztin/dem Facharzt ist nicht mehr vorgeschrieben.
Sollten im Zusammenhang mit dem Hörgerät Probleme auftauchen, welche die Akustikerin/der Akustiker nicht lösen kann, wenden Sie sich an Ihre Fachärztin/ihren Facharzt oder an die Wiener Gebietskrankenkasse.
Als Hörgeräteträger/in sollten Sie jedenfalls regelmäßig von einer Fachärztin/einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten kontrolliert werden.

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Welche Unterlagen benötige ich für eine Bewilligung?

  • die Verordnung der Fachärztin/des Facharztes für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (ausgenommen bei Folgeverordnungen)
  • das Tonaudiogramm
  • Anpassbericht
  • Sollte aus medizinischen Gründen eine Versorgung mit einem Standardhörgerät, einem Hörgerät der Klasse I oder II nicht möglich sein, ist zusätzlich ein Kostenvoranschlag erforderlich

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Welche Kosten entstehen?

  • Grundsätzlich entstehen keine Kosten, da Hörgeräte von der Wiener Gebietskrankenkasse in einfacher und zweckmäßiger Ausführung laut Tarif bezahlt werden.
  • Sonderwünsche wie z.B. eine Fernbedienung sind jedoch von der/dem Versicherten selbst zu tragen.
  • Ist die/der von Ihnen gewählte Hörgeräteakustiker/in nicht Vertragspartner/in unserer Kasse, sind die Kosten für den Behelf von Ihnen zu bezahlen. Mit der saldierten Rechnung, der fachärztlichen Verordnung sowie dem entsprechenden Tonaudiogramm können Sie bei der Kasse den jeweils gebührenden Kostenersatz beantragen

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Mein Hörgerät ist kaputt?

Reparaturkosten von Hörgeräten werden übernommen, wenn die Gebrauchsunfähigkeit nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen ist.

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Verlust eines Hörgerätes:

Bei Verlust eines Hörgerätes leistet die Wiener Gebietskrankenkasse keinen Ersatz.