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Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: „früh erkennen“ setzt neue Qualitätsstandards und bietet vereinfachten Zugang zur Mammographie


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"Denk dran" - Informationskampagne Brustkrebs-Früherkennungsprogramm 

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm startete  2014 eine Informationskampagne, die 2015 fortgesetzt wird. Das Ziel ist es, Frauen verstärkt auf das Programm aufmerksam zu machen und sie umfassend über die neue Möglichkeit der Früherkennungsmammographie zu informieren. Mit dem grünen Erinnerungsband wurde ein starkes Symbol für die Brustkrebs-Früherkennung gefunden. Für Informationen steht die Telefon-Serviceline 0800 500 181 (Mo-Fr 8.00 bis 18.00 Uhr) kostenlos zur Verfügung.

linkwww.frueh-erkennen.at

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Ablauf

„früh erkennen“, das Anfang 2014 startete, bietet einen qualitätsgesicherten, transparenten und strukturierten Ablauf der Brustkrebs-Früherkennung. Alle Frauen ab 40 können dabei alle zwei Jahre eine Früherkennungsmammographie in Anspruch nehmen. Die e-card von Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren ist für die Untersuchung freigeschaltet. Frauen von 40 bis 44 und ab 70 müssen sich vorher einmalig zum Programm anmelden. Die Anmeldung kann über die Serviceline oder online auf www.frueh-erkennen.at erfolgen. Zur Erinnerung an die Untersuchung erhalten die Frauen alle zwei Jahre einen Einladungsbrief des Programms.

Die Früherkennungsmammographie ist für gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Anzeichen einer Brustkrebserkrankung gedacht. Für Frauen unter 40 wird eine routinemäßige Früherkennungsmammographie nicht empfohlen. Bei Beschwerden, einer Brustkrebserkrankung, während der Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung oder bei familiär erhöhtem Risiko für Brustkrebs erfolgt die Mammographie außerhalb des Programms jederzeit auf Zuweisung einer Ärztin/eines Arztes.

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„früh erkennen“ setzt neue Qualitätsstandards

Die Untersuchungen im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms werden ausschließlich von zertifizierten Radiologinnen und Radiologen durchgeführt, die an „früh erkennen“ teilnehmen und spezielle Qualitätsanforderungen erfüllen: Alle am Programm teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte müssen über ein spezielles Zertifikat zur Diagnostik von Mammographie-Aufnahmen und über strahlungsarme, digitale Geräte verfügen. Außerdem müssen die teilnehmenden Radiologinnen und Radiologen die Befundung von Mammographie-Aufnahmen von mindestens 2.000 Frauen pro Jahr nachweisen können. Alle beteiligten Berufsgruppen sind verpflichtet, an regelmäßigen Schulungen teilzunehmen. Jede Mammographie-Aufnahme wird nach dem „Vier-Augen-Prinzip“ von zwei unabhängigen Ärztinnen oder Ärzten begutachtet.

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Programmadaptierungen für einen noch einfacheren Zugang zur Mammographie

Seit 01. Juli 2014 ist der Zugang zur Mammographie noch einfacher. Die e-cards aller Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren werden für die Mammographie freigeschaltet. Das bedeutet, es kann zu einem selbstgewählten Zeitpunkt ein Termin für die Früherkennungsmammographie vereinbart und die Untersuchung nur mit der e-card in Anspruch genommen werden. Nach der Inanspruchnahme wird die e-card nach 24 Monaten wieder für die Mammographie freigeschaltet. Alle Frauen werden weiterhin regelmäßig alle 24 Monate mit einem persönlichen Brief zur Mammographie-Untersuchung eingeladen bzw. an die Untersuchung erinnert. Eine ärztliche Zuweisung zur Früherkennungsmammographie ist mit dieser Einladung nicht mehr notwendig. Eingeladene Frauen können aus einer Liste teilnahmeberechtigter Untersuchungseinrichtungen wählen, die dem Einladungsbrief beiliegt. Die teilnehmenden Radiologiestandorte sind auch auf der Programm-Website  www.frueh-erkennen.at abrufbar bzw. können bei der Telefon-Serviceline erfragt werden.

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Dokumentation und Evaluierung sichert Qualität von „früh erkennen“

Im Rahmen des neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms wurde auch ein neues Dokumentations- und Evaluierungssystem eingeführt. Alle im Rahmen des Programms durchgeführten Mammographien müssen dokumentiert werden. Die Ergebnisse der Früherkennungsuntersuchungen werden aus Gründen des Datenschutzes so verschlüsselt, dass sie nicht mehr auf eine bestimmte Frau zurückzuführen sind (pseudonymisiert) und anschließend gespeichert und ausgewertet. Bei sogenannten „auffälligen Befunden“ werden auch die weiteren Schritte pseudonymisiert dokumentiert. Die Daten dienen der kontinuierlichen Dokumentation und Evaluierung und helfen, die Qualität des neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms zu erhalten bzw. zu verbessern. Zusätzlich werden dadurch erstmals auch gesicherte Daten zum Auftreten von Brustkrebs-Erkrankungen in Österreich verfügbar sein.

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Früherkennungsmammographie und diagnostische Mammographie

Die Früherkennungsmammographie richtet sich an gesunde Frauen, die keine Symptome einer Brusterkrankung haben und gilt derzeit als verlässlichste Methode, um Brustkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen.

Die diagnostische Mammographie wird bei Frauen durchgeführt, die Beschwerden haben, bzw. wenn ein Verdacht auf Brustkrebs oder eine andere Erkrankung der Brust besteht und eine weitere Abklärung mittels Mammographie notwendig ist. Weiters sind diagnostische Mammographien für Frauen vorgesehen, die familiär vorbelastet sind oder ein genetisch erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken sowie für Frauen, die schon an Brustkrebs erkrankt sind. Die ärztliche Zuweisung erfolgt altersunabhängig außerhalb des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms über eine Indikationenliste, die gemeinsam von Sozialversicherung und Österreichischer Ärztekammer erstellt wurde und allen Zuweiserinnen und Zuweisern vorliegt.

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Ablauf Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

  Ablauf Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm  

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Informationsmaterial zum Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Die Website www.frueh-erkennen.at bietet umfassende Informationen zum Programm. Folgende Dokumente stehen zum Download bereit:

  • Pressetexte, Fotos und Grafiken
  • Informationsfolder in Deutsch, Englisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch
  • Informationsbroschüre
  • Fragen und Antworten (FAQs)

Telefon-Serviceline
Bei der kostenlosen Telefon-Serviceline stehen geschulte  Beraterinnen gerne Rede und Antwort zu „früh erkennen“. Interessierte mit nicht deutscher Muttersprache bekommen auch auf Englisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch, Auskunft. Die kostenlose Telefon-Serviceline ist unter 0800 500 181 von Montag bis Freitag jeweils von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.

Kontakt Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
Kostenlose Telefon-Serviceline 0800 500 181
(Mo – Fr 08:00 – 18:00 Uhr)

  linkwww.frueh-erkennen.at 

  linkE-Mail: serviceline@frueh-erkennen.at