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Dienstleistungsscheck(s)


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Feststellung der Pflichtversicherung

Bei Beschäftigungen mit Dienstleistungsschecks darf im Jahr 2016  bei einer Arbeitgeberin/einem Arbeitgeber bis zu EUR 569,48 pro Monat verdient werden. Dieser Wert ergibt sich aus der Geringfügigkeitsgrenze für 2016 von EUR 415,72 pro Monat zuzüglich der mit dem Dienstleistungsscheck abgegoltenen Urlaubsersatzleistungen und anteiligen Sonderzahlungen.

Werden für einen Kalendermonat Dienstleistungsschecks verschiedener Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber entlohnt und übersteigt der Gesamtwert der Dienstleistungsschecks EUR 569,48 pro Monat für 2016, ist die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer auch in der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem ASVG pflichtversichert. Vom Wert aller abgegebenen Dienstleistungsschecks für das betreffende Monat sind Beiträge zu entrichten.

Wird eine geringfügige Beschäftigung mit Dienstleistungsscheck neben einer normalen geringfügigen Beschäftigung oder vollversicherten unselbständigen Erwerbstätigkeit ausgeübt und übersteigt die Summe der Entgelte aus allen Beschäftigungen die Geringfügigkeitsgrenze für 2016 von EUR 415,72 pro Monat (wobei in der Entlohnung von Dienstleistungsschecks enthaltene Urlaubsersatzleistungen sowie anteilige Sonderzahlungen nicht zu berücksichtigen sind), entsteht eine zusätzliche Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung. Daher sind auch vom geringfügigen Einkommen Beiträge zu entrichten, unabhängig davon, ob bereits eine Vollversicherung besteht.

Aus dem/den geringfügigen Beschäftigungsverhältnis/sen besteht voller Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung. Das Einkommen aus der/den geringfügigen Beschäftigung/en wird für die Berechnung Ihrer Pension berücksichtigt.

Für die Feststellung der zusätzlichen Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz bleiben folgende Einkommen und Erwerbstätigkeiten (Beschäftigungen) außer Betracht:

  • Pensionseinkommen (z.B. Alterspensionen, Berufsunfähigkeitspensionen, etc.)
  • Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe)
  • Leistungen nach dem Kinderbetreuungsgeldgesetz (Kinderbetreuungsgeld)
  • Erwerbstätigkeiten, die der Pflichtversicherung nach anderen Sozialversicherungsgesetzen unterliegen (z.B. Beamtinnen/Beamte, Gewerbetreibende, Bäuerinnen/Bauern)

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Beiträge

Wenn eine zusätzliche Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung eingetreten ist, sind Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung zu zahlen.

Die Höhe der Beitragszahlung ist abhängig vom geringfügigen Entgelt sowie vom Beitragssatz.

Diese Beiträge werden vorgeschrieben bei:

  • Dienstleistungsschecks verschiedener Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber nebeneinander: monatlich im Nachhinein mit einem Beitragssatz von 14,20 Prozent
  • Dienstleistungsscheck neben normaler geringfügiger Beschäftigung: jährlich im Nachhinein mit einem Beitragssatz von 14,20 Prozent
  • Dienstleistungsscheck neben normaler geringfügiger Beschäftigung und vollversicherter unselbständiger Erwerbstätigkeit: jährlich im Nachhinein mit einem Beitragssatz von 14,20 Prozent bei Arbeitertätigkeit oder 13,65 Prozent bei Angestelltentätigkeit
  • Dienstleistungsschecks verschiedener Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, normale geringfügige Beschäftigung und vollversicherte unselbständige Erwerbstätigkeit nebeneinander: zu den Dienstleistungsschecks monatlich im Nachhinein mit einem Beitragssatz von 14,20 Prozent, zur normalen geringfügigen Beschäftigung jährlich im Nachhinein mit einem Beitragssatz von 14,20 Prozent bei Arbeitertätigkeit oder 13,65 Prozent bei Angestelltentätigkeit

Bei Zugehörigkeit zur Kammer für Arbeiter/innen und Angestellte ist auch die Kammerumlage in Höhe von 0,5 Prozent zu entrichten.

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Änderungen während der Pflichtversicherung

Änderungen während der Pflichtversicherung(wie z.B. Änderung der Wohnadresse oder Beendigung der geringfügigen Beschäftigung) sind möglichst unverzüglich mitzuteilen.

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Weitere Informatione zum Dienstleistungsscheck

Informationen zum Dienstleistungsscheck erhalten Sie im Internet über die Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ( www.bmask.gv.at) oder unter der Servicetelefonnummer 0810 555 666.