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Wer gilt als Angehörige/r?


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Als Angehörige/r gilt

  • die/der Ehegattin/Ehegatte
  • eingetragene Partnerinnen/eingetragene Partner
  • die ehelichen Kinder, die legitimierten Kinder und die Wahlkinder,
  • die unehelichen Kinder einer weiblichen Versicherten,
  • die unehelichen Kinder eines männlichen Versicherten, wenn seine Vaterschaft durch Urteil oder Anerkenntnis festgestellt ist,
  • die Stiefkinder und Enkel, wenn sie mit der/dem Versicherten ständig in Hausgemeinschaft leben,
  • die Pflegekinder, wenn sie von der/dem Versicherten unentgeltlich verpflegt werden oder das Pflegeverhältnis auf einer behördlichen Bewilligung beruht; darüber hinaus auch Kinder, wenn sie von der/dem Versicherten gepflegt und erzogen werden, sie mit der/dem Versicherten bis zum 3. Grad verwandt oder verschwägert sind und mit diesem ständig in Hausgemeinschaft leben,
  • eine/ein haushaltsführende/r Angehörige/r aus dem Kreis der Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern, der Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder, der Enkel oder der Geschwister, unter der Voraussetzung, dass sie/er mit der/dem Versicherten seit mindestens zehn Monaten in Hausgemeinschaft lebt, sie/er ihr/ihm den Haushalt unentgeltlich führt und keine/kein arbeitsfähige/r Ehegattin/Ehegatte der/des Versicherten bzw. arbeitsfähige/r eingetragene/r Partnerin/Partner der/des Versicherten im gemeinsamen Haushalt lebt,
  • eine/ein Lebensgefährtin/Lebensgefährte unter der Voraussetzung, dass sie/er mit der/dem Versicherten seit mindestens zehn Monaten in Hausgemeinschaft lebt, sie/er ihr/ihm den Haushalt unentgeltlich führt und keine/kein im gemeinsamen Haushalt lebende/r arbeitsfähige/r Ehegattin/Ehegatte der/des Versicherten bzw. arbeitsfähige/r eingetragene/r Partnerin/Partner der/des Versicherten vorhanden ist.
  • Personen, die eine/n Versicherte/n mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach § 5 des Bundespflegegeldgesetzes oder nach den Bestimmungen der Landespflegegeldgesetze unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung pflegen.
     Als Angehörige gelten die/der Ehegattin/Ehegatte, die/der eingetragene Partnerin/Partner und Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in gerader Linie oder bis zum vierten Grad der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind, ferner die Kinder, Wahl-, Stief und Pflegekinder, die Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern, Enkel, Geschwister sowie die/der haushaltsführende Lebensgefährtin/Lebensgefährte.

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Einschränkung

Als Angehörige von Selbstversicherten nach § 16 ASVG gelten nur die/der Ehegattin/Ehegatte, die/der eingetragene Partnerin/Partner und die Kinder der/des Versicherten.

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Kindeseigenschaft

Die Angehörigeneigenschaft besteht für Kinder, Stiefkinder, Enkel und Pflegekinder grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Über die Vollendung des 18. Lebensjahres hinaus ist als Kind anzusehen, wer

  • sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet, die seine Arbeitskraft überwiegend beansprucht, längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. Die Angehörigeneigenschaft von Kindern, die eine im § 3 Studienförderungsgesetz genannte Einrichtung (z.B. Universität) besuchen, verlängert sich nur dann, wenn sie ein ordentliches Studium ernsthaft und zielstrebig betreiben (als Nachweis gilt der Bezug der Familienbeihilfe). Sollte im Einzelfall kein Studienerfolg vorliegen, besteht die Möglichkeit, eine Selbstversicherung abzuschließen.
  • seit der Vollendung des 18. Lebensjahres oder seit Ablauf des vorgenannten Zeitraumes infolge Krankheit oder Gebrechens erwerbsunfähig ist.
  • seit der Vollendung des 18. Lebensjahres oder seit Ablauf des vorgenannten Zeitraumes erwerbslos ist. Aus dem Grund der Erwerbslosigkeit bleibt die Angehörigeneigenschaft höchstens für die Dauer von 24 Monaten gewahrt.