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Rezeptgebührenbefreiung


Medikamente sind oft teuer. Finanziell spüren das besonders jene Personen, die ohnehin sozial schlechter gestellt oder chronisch krank sind. Deshalb gibt es die Möglichkeit einer Befreiung von der Rezeptgebühr. Die Rezeptgebührenbefreiung muss - mit Ausnahme der bereits gesetzlich geregelten Fälle - bei der Gebietskrankenkasse beantragt werden.

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Gesetzlich und somit automatisch (also ohne Antragstellung) sind befreit

  • Pensionistinnen und Pensionisten mit Anspruch auf Ausgleichszulage bzw. Ruhe- oder Versorgungsgenuss mit Ergänzungszulage
  • Patientinnen und Patienten mit anzeigepflichtigen, übertragbaren Krankheiten (z.B. Hepatitis, Aids, ...) Achtung! Diese Befreiung gilt nur für Medikamente, die für die anzeigepflichtige Erkrankung erforderlich sind.
  • Zivildiener und deren Angehörige
  • Asylwerber/innen
  • Mindestsicherungsbezieher/innen (Personen, die nur auf Grund des Bezugs der Bedarfsorientierten Mindestsicherung in die Krankenversicherung einbezogen sind)
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Auf Antrag der/des Versicherten sind befreit

  • Personen, deren monatliche Netto-Einkünfte den Richtsatz von EUR 882,78 für Alleinstehende und EUR 1.323,58 für Ehepaare, eingetragene Partnerschaften und Lebensgemeinschaften nicht übersteigen.
  • Personen, die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen, sofern die monatlichen Einkünfte EUR 1.015,20 bei Alleinstehenden, EUR 1.522,12 bei Ehepaaren, eingetragenen Partnerschaften und Lebensgemeinschaften nicht übersteigen.
  • Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um EUR 136,21. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind in Hausgemeinschaft lebt, die/der Versicherte für den Unterhalt des Kindes aufkommt und das Kind kein eigenes Einkommen hat, das den Betrag von EUR 324,69 übersteigt.
  • Bei der Berücksichtigung des Einkommens der/des Versicherten ist auch das Einkommen eines/einer mit ihr/ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegattin/Ehegatten, eingetragenen Partnerin/Partner oder Lebensgefährtin/Lebensgefährten zu berücksichtigen. Das Einkommen sonstiger mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebender Personen ist nur zu 12,5 Prozent anzurechnen. 
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Für die Bearbeitung Ihres Antrages sind folgende Unterlagen mitzubringen

  • Einkommensbelege von allen in Hausgemeinschaft lebenden Personen (z.B. Gehaltszettel, Pensionsbescheid, Firmenpension, Auslandsrente, Unfallrente, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Sozialhilfe)
  • Beleg über Alimente
  • Beleg über Pflegegeld
  • Scheidungsurteil bzw. Vergleich

Antragsformulare liegen in jeder Außenstelle auf.

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Hinweis

  • Die Rezeptgebührenbefreiung gilt automatisch auch für alle anspruchsberechtigten Angehörigen des Versicherten!
  • Versicherte und anspruchsberechtigte Angehörige müssen bei Vorliegen einer Rezeptgebührenbefreiung keine Kostenanteile für Heilbehelfe und Hilfsmittel leisten.
  • Die/der Versicherte (nicht aber die anspruchsberechtigten Angehörigen) ist vom Kostenbeitrag im Falle einer Anstaltspflege in der allgemeinen Gebührenklasse befreit.
  • Weiters ist bei Vorliegen einer Rezeptgebührenbefreiung zum Zeitpunkt der Einhebung kein e-card Service-Entgelt zu leisten.
  • Die Befreiung von der Bezahlung der Rezeptgebühr wird ersichtlich gemacht:
    - durch doppelte Arztstampiglie auf dem Kassenrezept oder
    - durch Vorlage des Befreiungsschreibens der Kasse (bei der Apotheke)