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Kostenzuschuss (§§ 30 ff + Anhang 2 und 5 der Kassensatzung)

Die Höhe und Voraussetzung für die Gewährung sind in der Kassensatzung geregelt.

Vor Beginn der Anfertigung bzw. der Behandlung ist daher mittels eines Kostenvoranschlages der Zahnbehandlerin/des Zahnbehandlers um Genehmigung anzusuchen.

Gegen Vorlage der Originalhonorarnote mit einem Nachweis über die Bezahlung des Honorars wird der bewilligte Betrag angewiesen.


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Festsitzender Zahnersatz (Kronen, Brücken, Stiftzähne, Implantate, gegossene Stiftaufbauten) in besonderen medizinischen Fällen

Für festsitzenden Zahnersatz ohne unten angeführte medizinische Notwendigkeit übernimmt die Kasse keine Kosten.

Die Kasse leistet Kostenzuschüsse, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist, für festsitzenden Zahnersatz, wenn ein abnehmbarer Zahnersatz aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Dies ist insbesondere der Fall bei:

  • Patientinnen/Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
  • Tumorpatientinnen/Tumorpatienten in der postoperativen Rehabilitation
  • Patientinnen/Patienten nach polytraumatischen Kieferfrakturen in der posttraumatischen Rehabilitation
  • Patientinnen/Patienten mit extremen Kieferrelationen (z.B. extreme Progenie, Prognathie, totale Atrophie des Kieferkammes), die eine prothetische Versorgung mit abnehmbaren Zahnersatz nicht zulassen.

Zum unentbehrlichen Zahnersatz gehört auch die notwendige Reparatur von unentbehrlichen Zahnersatzstücken.

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Anderes Füllungsmaterial (Kunststofffüllung in Säureätztechnik im Seitenzahnbereich, Inlays, Onlays)

Verlangt die/der Versicherte (Angehörige) z.B. aus kosmetischen Gründen die Verwendung eines anderen einwandfreien haltbaren Füllungsmaterials, hat die/der Versicherte die Leistung selbst zu zahlen und die Kasse leistet einen Zuschuss im Ausmaß von
80 Prozent der entsprechenden vertraglichen Füllungsposition.

Kann jedoch im medizinisch begründeten Einzelfall (z.B. wegen nachgewiesener Allergie gegen Vertragsmaterialien) eine Leistung mit den Vertragsmaterialien nicht erbracht werden, leistet die Kasse für Inlays und Onlays ebenfalls einen Zuschuss, dessen Höhe in der Satzung festgelegt ist.

In Fällen, in denen aus zwingenden medizinischen Gründen (z.B. bei nachgewiesener Allergie gegen Amalgame oder seine Bestandteile) Amalgame nicht verwendet werden dürfen, sind auch die Kunststofffüllungen im Seitenzahnbereich als Vertragsleistung von der/dem Vertragszahnbehandler/in, der Vertragseinrichtung direkt mit der Kasse zu verrechnen.

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Kleine kieferorthopädische Behelfe

Können kieferorthopädische Fehlstellungen oder andere Fehlstellungen durch kleine kieferorthopädische Behelfe kurzfristig behoben, oder kann dadurch der Erfolg der vorangegangenen kieferorthopädischen Behandlung sichergestellt werden, wird anstelle einer Kieferregulierung ein in der Satzung festgesetzter Kostenzuschuss für diese kleinen kieferorthopädischen Behelfe erbracht.

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Kieferorthopädische Behandlungen mit festsitzenden Geräten

Kieferorthopädische Behandlungen mit festsitzenden Geräten sind in den Verträgen mit den Zahnbehandlern nicht geregelt.

Hier leistet die Kasse einen Kostenzuschuss in Höhe von 80 Prozent des Kassenanteiles für abnehmbare Geräte.

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Anderes Material oder besonderes Halteelement bei abnehmbaren Zahnersatz in besonderen medizinischen Fällen

Muss aus medizinischen Gründen (z.B. wegen nachgewiesener Allergie gegen ein Vertragsmaterial), oder weil ein abnehmbarer Zahnersatz nicht anders Halt findet, für die Herstellung eines unentbehrlichen Zahnersatzes ein Material oder ein besonderes Halteelement verwendet werden, das in den Verträgen nicht vorgesehen ist, leistet die Kasse für die Differenzkosten auf das höherwertige Material bzw. für das Halteelement einen Zuschuss, dessen Höhe in der Satzung bestimmt ist.