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Medizinische Rehabilitation


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Was ist das Ziel der medizinischen Rehabilitation?

Medizinische Maßnahmen der Rehabilitation werden in der Krankenversicherung nach pflichtgemäßem Ermessen im Anschluss an eine Krankenbehandlung gewährt. Durch die medizinischen Maßnahmen der Rehabilitation soll der Gesundheitszustand der Versicherten und ihrer anspruchsberechtigten Angehörigen so weit wiederhergestellt werden, dass sie in der Lage sind, einen ihnen angemessenen Platz in der Gemeinschaft möglichst dauernd und ohne Betreuung und Hilfe einzunehmen.

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Für welche Personen ist die WGKK zuständig?

Die Wiener Gebietskrankenkasse ist grundsätzlich für folgenden Personenkreis zuständig:

  • Für anspruchsberechtigte Angehörige
  • Für Pensionistinnen/Pensionisten, wenn der Pensionsversicherungsträger nicht zuständig ist
  • Für freiwillig Versicherte, die eine Selbstversicherung in der Krankenversicherung abgeschlossen haben

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Welche Maßnahmen kommen in Betracht?

  • Unterbringung in Krankenanstalten, die vorwiegend der Rehabilitation dienen (Rehabilitationszentren)
  • Körperersatzstücke, orthopädische Behelfe und andere Hilfsmittel
  • Ärztliche Hilfe sowie Heilmittel und Heilbehelfe
  • Übernahme der Transportkosten, nur für Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind (ausgenommen Befreiung der Entrichtung der Rezeptgebühr bei Erreichen der Obergrenze)
    und
    wenn eine medizinische Begründung vorliegt

Bei der Gewährung von Heilbehelfen und Hilfsmitteln im Rahmen der medizinischen Rehabilitation entfällt die Kostenbeteiligung  der Versicherten.

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Wo ist der Antrag zu stellen?

Medizinische Maßnahmen der Rehabilitation können nur über Antrag einer Krankenanstalt bzw. der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes nach chef(kontroll)ärztlicher Bewilligung gewährt werden.
Grundsätzlich sollte der Antrag beim jeweiligen Pensionsversicherungsträger oder beim Unfallversicherungsträger (z.B. nach Arbeitsunfällen) gestellt werden. Diese müssen den Antrag unverzüglich an die zuständige Krankenkasse weiterleiten, wenn sie die Maßnahmen nicht selbst erbringen.

Freiwillig Versicherte, die eine Selbstversicherung in der Krankenversicherung abgeschlossen haben, und anspruchsberechtigte Angehörige können den Antrag direkt an die zuständige Krankenkasse senden.

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Sind Zuzahlungen zu leisten?

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist für einen Rehabilitationsaufenthalt pro Aufenthaltstag (für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr) eine Zuzahlung zu leisten. Diese richtet sich nach dem monatlichen Bruttoeinkommen der/des Versicherten bzw. nach der Bruttopension der Pensionsbezieherin oder des Pensionsbeziehers.

Bei Angehörigen ist für eine Beurteilung der Zuzahlung das Bruttoeinkommen der/des Versicherten heranzuziehen.

Die Zuzahlung beträgt für das Jahr 2016:

monatl. Bruttoeinkommen tägl. Zuzahlung*)
über EUR 882,78 bis EUR 1.464,16
EUR 7,78
über EUR 1.464,16 bis  EUR 2.045,55
EUR 13,33
EUR 2.045,55 EUR 18,90

*) für max. 28 Tage im Kalenderjahr

Wird eine Begleitperson für einen Rehabilitationsaufenthalt bewilligt, so ist für diese der gleiche Zuzahlungsbetrag zu leisten, welcher der/dem Versicherten vorgeschrieben wird.
 

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Ist eine Befreiung von der Zuzahlung möglich?


Personen,

  • deren monatliches Bruttoeinkommen EUR 882,78 nicht übersteigt oder
  • die eine Ausgleichszulage beziehen oder
  • die Bezieherin/Bezieher einer bedarfsorientierten Mindestsicherung sind

sind von den Zuzahlungen befreit.

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Kontakt

Wiener Gebietskrankenkasse
Leistungsabteilung
Fachgruppe Leistungserbringung
Telefon: +43 1 601 22-2831

Weitere Informationen:

linkPensionsversicherung - Rehabilitation

linkAllgemeine Unfallversicherungsanstalt - Rehabilitation