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Heilmittel (Medikamente)


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Heilmittel (Medikamente)

Die Heilmittel umfassen:

  • Die notwendigen Arzneien (Spezialitäten, magistrale Zubereitungen)
  • Die sonstigen Mittel, die zur Beseitigung oder Linderung der Krankheit oder zur Sicherung des Heilerfolges dienen (z.B. Verbandstoffe)

Von Vertragsärztinnen/-ärzten (Vertragseinrichtungen beziehungsweise Ärztinnen/Ärzten in den eigenen Einrichtungen) auf einem Rezept verordnete Heilmittel können in jeder öffentlichen Apotheke gegen Entrichtung der Rezeptgebühr, sofern keine Rezeptgebührenbefreiung besteht, bezogen werden. Kassenrezepte müssen spätestens ein Monat nach der Ausstellung eingelöst werden.

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Chefarztpflicht - Neu

Am 01.01.2005 ist die Heilmittel-Bewilligungs- und Kontroll-Verordnung in Kraft getreten. Damit wurde die chefärztliche Bewilligung von Heilmitteln, die nachfolgende Kontrolle von Verschreibungen sowie die Dokumentation von Verschreibungen durch die Ärztin/den Arzt geregelt.

Ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr notwendig, dass sich die/der Versicherte selbst um die Genehmigung der chefarztpflichtigen Medikamente bemüht. Die Einholung der erforderlichen Bewilligung obliegt nunmehr der Ärztin/dem Arzt.

In den meisten Fällen wird die vorherige Bewilligung eines Rezeptes durch eine Dokumentation durch die Ärztin/den Arzt ersetzt. Diese/r entscheidet auf Grund klar festgesetzter Regeln, ob in einem bestimmten Fall ein chefarztpflichtiges Medikament verschrieben wird. Diese Entscheidung wird von der Ärztin/dem Arzt schriftlich dokumentiert und kann nachfolgend stichprobenartig vom Krankenversichersträger kontrolliert werden. Für sehr wenige Sonderfälle von Medikamenten, für die nach wie vor eine chefärztliche Genehmigung erforderlich ist, ist diese durch die verschreibende Ärztin/den verschreibenden Arzt einzuholen.

Diese neuen Regelungen sollen Patientinnen und Patienten Zeit und Wege ersparen, wobei die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit den notwendigen Medikamenten, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt und dokumentiert ist, auch weiterhin gewährleistet ist.

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Umwandlung eines Privatrezeptes in ein Kassenrezept

Bei Dringlichkeit empfehlen wir Medikamente auf "Einsatz" zu beziehen oder die Kosten des Medikaments vor zu finanzieren. Diese Kosten können später im Wege der Kostenerstattung (Wahlarzthilfe) nach den geltenden Bestimmungen refundiert werden.
Dafür wird benötigt:

  • Das Originalrezept (mit Namen der Patientin/des Patienten und Ausstellungsdatum) und

  • Den Bezugsnachweis (Apothekenstempel und Preisangabe je Medikament auf dem Rezept oder der Apothekenrechnung)
Ein von Wahlärztinnen/-ärzten bzw. Krankenhausambulanzen ausgestelltes Privatrezept kann vor dem Bezug des Heilmittels (Medikamentes) von einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt bzw. von den Ärztinnen und Ärzten in den Außenstellen oder im Hauptgebäude - im Medizinischen Dienst der Wiener Gebietskrankenkasse - in ein Kassenrezept umgewandelt werden. Dadurch kann eine Direktverrechnung mit der Apotheke erfolgen und es entstehen - abgesehen von der Rezeptgebühr - keine zusätzlichen Kosten.

Handelt es sich um ein frei verschreibbares Heilmittel, kann ein Privatrezept auch direkt in der Apotheke umgewandelt werden. Mittels einer sogenannten Klebeetikette, die auf der Rückseite des Privatrezeptes angebracht wird, können diese mit Kassenrezepten gleichgestellt werden. Die/der Versichterte hat durch ihre/seine Unterschrift die Anspruchsberechtigung gegenüber der Wiener Gebietskrankenkasse zu bestätigen und die erforderlichen Daten einzutragen. Ist ein Privatrezept jedoch mit dem Vermerk "privat" oder einer dementsprechenden Kennzeichnung versehen, kann es zu keiner Rezeptumwandlung kommen. Die Kosten für das jeweilige Heilmittel sind in solchen Fällen von den Patientinnen/Patienten selbst zu tragen.

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Langzeittherapien für ein bewilligungspflichtiges Medikament

Für Personen, welche ein chefarztpflichtiges Medikament für längere Zeit einnehmen müssen, kann die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt eine Langzeitbewilligung auf elektonischem Weg einholen und dieses bei Bedarf elektronisch abbuchen.