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Ärztliche Hilfe


Ärztliche Hilfe kann bei folgenden Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern direkt mit der e-card in Anspruch genommen werden:

  • Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin
  • Allgemeine Fachärztinnen und Fachärzte
  • Vertragsfachärztinnen und -ärzte für Physikalische Medizin
  • Kasseneigenen Einrichtungen (Gesundheitszentren)
  • Vertragseinrichtungen


Ärztliche Hilfe kann auf Grund ärztlicher Überweisung, Zuweisung oder Verordnung in Anspruch genommen werden:
Vertragsfachärztinnen und -ärzte, kasseneigene Einrichtungen und Vertragseinrichtungen für:

  • Radiologie
  • Physikalische Medizin
  • Labordiagnostik


Elektronisches Bewilligungs- und Antragsservice (eBS)

Mit 13. Jänner 2016 wurde das neue Service "Elektronisches Bewilligungs- und Antragsservice (eBS)" für alle Vertragsärztinnen/-ärzte über das e-card System in Betrieb genommen. Das bedeutet für Sie als Patient, dass Sie sich nicht mehr persönlich um die Bewilligung einer Verordnung kümmern müssen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin oder Ihr Krankenhaus kann die Zuweisung einer Leistung (z.B. CT, MRT) zukünftig über das e-card System direkt elektronisch an Ihre zuständige Krankenkasse schicken. Sie benötigen dafür nur Ihre e-card. Die Nutzung von eBS ist für Ärztinnen/Ärzte und Gesundheitsinstitute allerdings vorerst freiwillig. 

Weitere Informationen unter www.chipkarte.at
Als Kontaktstelle stehen auch folgende E-Mail Adresse und Telefonnummer bei der Wiener Gebietskrankenkasse zur Verfügung:
E-Mail: linkebs-anfragen@wgkk.at
Tel.: +43 1 601 22-4343


Der ärztlichen Hilfe gleichgestellte Leistungen können auf Grund ärztlicher Überweisung, Zuweisung oder Verordnung (siehe Information zu eBS) bei den, der ärztlichen Hilfe gleichgestellten Vertragspartner/innen in Anspruch genommen werden:

  • Sonstige Vertragseinrichtungen (z.B. Allergieambulatorien)
  • Vertragslogopädinnen und -logopäden, Vertragsphysiotherapeutinnen und -therapeuten, Vertragsergotherapeutinnen und -therapeuten
  • Vertragspsychologinnen und -psychologen für klinische Diagnostik
  • Bei Inanspruchnahme von Nichtvertragspartnerinnen und -partnern siehe Wahlarzthilfe und Kostenerstattung


Nachweis der Anspruchsberechtigung:

  • Die Anspruchsberechtigten sind verpflichtet, vor der Inanspruchnahme der vertragsärztlichen Hilfe unaufgefordert ihre Berechtigung mittels Behandlungsscheines (e-card, Über- oder Zuweisung) nachzuweisen. Hierbei soll im Zweifelsfall nach Möglichkeit die Identität durch die Vertragsärztin/den Vertragsarzt geprüft werden.
  • Ärztliche Leistungen können auf Rechnung der Wiener Gebietskrankenkasse nur innerhalb jenes Kalendervierteljahres erbracht werden, für welches der Behandlungsschein ausgestellt wurde.
  • Bei Erkrankten, die ihre Anspruchsberechtigung durch Unterschrift der bei der Ärztin/dem Arzt aufliegenden Erklärung bestätigen, ist die Vertragsärztin/der Vertragsarzt berechtigt, bei der ersten Ordination (Krankenbesuch) auf Rechnung der Wiener Gebietskrankenkasse zu behandeln und hierbei einen Erlag für die erbrachte ärztliche Leistung zu verlangen. Wird die Anspruchsberechtigung (Nachreichen der e-card) innerhalb von zwei Wochen nachgewiesen, ist der eingesetzte Betrag rückzuerstatten.

Inanspruchnahme von freiberuflichen Hebammen:

  • Aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft wird Hebammenbeistand gewährt.
  • Bei Hausgeburten besteht die Möglichkeit eine freiberuflich tätige Hebamme (weiblich oder männlich) mit Kassenvertrag auf Rechnung der Wiener Gebietskrankenkasse in Anspruch zu nehmen.
  • Bei fix geplanten und mit dem Krankenhaus und der Schwangeren vereinbarten ambulanten Entbindung (Entlassung innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt) gewährleistet die Wiener Gebietskrankenkasse die Heimbetreuung nach der Geburt durch eine freiberuflich tätige Hebamme (weiblich oder männlich) mit Kassenvertrag.
  • Bei Doppel- bzw. Mehrfachbetreuungen ohne medizinische Begründung (neben der Krankenanstalt) übernimmt die Wiener Gebietskrankenkasse keine Kosten und auch keine Kostenerstattung.
  • Bei Inanspruchnahme von Nichtvertragshebammen gebührt ein Kostenersatz (siehe Wahlarzthilfe).

Hebammen - Informationsblatt:

linkInformationsblatt Nummer 13 Hebammen

linkInformationsblatt Nummer 13 Hebammen (PDF-Format) (492.1 KB)


Inanspruchnahme von Vertragsärztinnen und -ärzten und der ärztlichen Hilfe gleichgestellten Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern

  • Vertragsärztinnen/-ärzte können von der/dem Anspruchsberechtigten unmittelbar, Vertragsfachärztinnen/-ärzte auch auf schriftliche Zuweisung, in Anspruch genommen werden.
  • Vertragsfachärztinnen/-ärzte für Radiologie und Physikalische Medizin sowie med. u. chem. Labordiagnostik und Pathologie und freiberufliche Logopädinnen bzw. Logopäden, Physiotherapeutinnen, Physiotherapeuten, usw., können von der/dem Anspruchsberechtigten nur über Zuweisung einer Vertragsärztin/eines Vertragsarztes oder einer ärztlichen Einrichtung eines Versicherungsträgers auf Kassenkosten in Anspruch genommen werden.


Arztwechsel

  • Pro Fachgruppe und Quartal kann eine Ärztin/ein Arzt auf Kassenkosten in Anspruch genommen werden. Ausnahmen sind z.B. bei Erste-Hilfe-Fällen, Wohnsitzwechsel und Urlaub/Erkrankung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes vorgesehen.
    Die Inanspruchnahme von je einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt dreier verschiedener Fachgruppen ist pro Quartal direkt mit der e-card möglich. Ist die Behandlung von Vertragsärztinnen/Vertragsärzten weiterer Fachgruppen notwendig, braucht man dazu eine von einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt ausgestellte Überweisung.


Vertretung

  • Sollte sich die behandelnde Vertragsärztin/der behandelnde Vertragsarzt auf Urlaub befinden oder krank sein, so ist die Inanspruchnahme einer jeden anderen Vertragsärztin/eines jeden anderen Vertragsarztes der selben Sparte, im Raum Wien möglich.
  • In der Ordination der Vertragsärztin/des Vertragsarztes, die/der im Rahmen der Vertretung konsultiert wird, ist der bei der Ärztin/beim Arzt aufliegende Vertretungsschein auszufüllen. Die e-card für dieses Quartal ist jedenfalls der Behandlerin/dem Behandler oder der Vertretung vorzuzeigen.


Krankenbesuch

  • Krankenbesuche sind von der Vertragsärztin/dem Vertragsarzt durchzuführen, wenn der/dem Erkrankten wegen ihres/seines Zustandes das Aufsuchen der Vertragsärztin/des Vertragsarztes in der Ordination nicht zugemutet werden kann. Den Berufungen zu den Krankenbesuchen soll entsprechend der Dringlichkeit so bald wie möglich Folge geleistet werden. Von plötzlichen schweren Erkrankungen und Unglücksfällen abgesehen, sind die Berufungen zu Krankenbesuchen grundsätzlich bis 09.00 Uhr vormittags anzumelden. Berufungen, die bis 09.00 Uhr erfolgen, soll noch am Vormittag, wenn sie später stattfinden, sobald als möglich entsprochen werden.
  • Zum Hausbesuch ist in der Regel jene Vertragsärztin/jener Vertragsarzt für Allgemeinmedizin verpflichtet, in deren/dessen Behandlung die/der Anspruchsberechtigte im gleichen Abrechnungszeitraum bereits gestanden ist. Ist die/der Anspruchsberechtigte im gleichen Abrechnungszeitraum noch nicht in Behandlung einer Vertragsärztin/eines Vertragsarztes für Allgemeinmedizin gestanden oder ist ihr/sein Wohnsitz mehr als 1,5 Wegkilometer von der bisher behandelnden Vertragsärztin/vom bisher behandelnden Vertragsarzt für Allgemeinmedizin entfernt, ist der nächstgelegene (in Fällen Erster Hilfeleistung bei drohender Lebensgefahr die nächsterreichbare/der nächsterreichbare) Vertragsärztin/Vertragsarzt für Allgemeinmedizin zum Hausbesuch verpflichtet. Im letzteren Fall hat die bisherige Behandlerin/der bisherige Behandler eine Überweisung auszustellen. Als nächstgelegen gelten jedenfalls alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte für Allgemeinmedizin bis zu einer Entfernung von 1,5 Wegkilometer vom Wohnsitz der Patientin/des Patienten.
  • Die Vertragsfachärztin/der Vertragsfacharzt ist zu Krankenbesuchen im allgemeinen nicht verpflichtet, es sei denn, dass die/der Erkrankte schon bisher in ihrer/seiner Behandlung steht und wegen der gleichen Erkrankung nicht ausgehfähig wird. Eine Verpflichtung besteht jedoch nur, wenn zwischen der Ordinationsstätte der Vertragsfachärztin/des Vertragsfacharztes in den Bezirken 1 bis 9, 15 und 20 und dem Wohnsitz der/des Erkrankten nicht mehr als ein Bezirk liegt bzw. für eine Vertragsfachärztin/einen Vertragsfacharzt in den Bezirken 10 bis 14, 16 bis 19 und 21 bis 23, wenn der Wohnsitz der/des Erkrankten von ihrer/seiner Ordinationsstätte nicht mehr als fünf Wegkilometer entfernt ist oder ohne Rücksicht auf den Bezirk, wenn sie/er die nächsterreichbare Vertragsfachärztin/der nächsterreichbare Vertragsfacharzt ist. Eine Vertragsfachärztin/ein Vertragsfacharzt hat einer Berufung zu einer konsiliaren Tätigkeit durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt nach Maßgabe der vorstehenden Entfernungsbestimmungen Folge zu leisten.
  • Eine/ein wegen zu großer Entfernung zum Krankenbesuch nicht verpflichtete/verpflichteter Vertragsärztin/-arzt ist jedoch berechtigt, über Wunsch der/des Anspruchsberechtigten den Krankenbesuch auf Rechnung des Versicherungsträgers durchzuführen. Die Vertragsärztin/der Vertragsarzt ist in einem solchen Fall berechtigt, die Mehrkosten an Wegegebühren mit der/dem Anspruchsberechtigten unmittelbar zu verrechnen. Es ist keine Kostenerstattung durch die Kasse möglich.


Ablehnung der Behandlung

Die Vertragsärztin/der Vertragsarzt ist berechtigt, in begründeten Fällen die Behandlung einer/eines Anspruchsberechtigten abzulehnen. Sie/er hat auf Verlangen der Wiener Gebietskrankenkasse den Grund der Ablehnung mitzuteilen.

Genehmigungspflichtige ärztliche Leistungen
Für genehmigungspflichtige ärztliche Leistungen stellt die Vertragsärztin/der Vertragsarzt der/dem Anspruchsberechtigten einen Antrag zur Vorlage bei der Wiener Gebietskrankenkasse aus. Die bis jetzt übliche Papierform wird nun seit 13. Jänner 2016 durch ein elektronisches Bewilligungs- und Antragssystem (siehe Information zu eBS weiter oben) ergänzt.