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Dienstliche Entsendung


Auslandsaufenthalt in dienstlichem Auftrag in einem
Nicht-Vertragsstaat §130 ASVG


Hält sich ein/e in der Krankenversicherung Pflichtversicherte/r im dienstlichen Auftrag im Ausland auf und besteht mit dem Gaststaat keine anwendbare bilaterale Abkommensregelung oder eine sonstige übernationale Rechtsnorm, welche von der Dienstnehmerin/vom Dienstnehmer in Anspruch genommen wird (siehe Auslandsbetreuungsschein), hat sie/er für die Dauer des Auslandsaufenthaltes die ihr/ihm beim zuständigen Versicherungsträger zustehenden Leistungen von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber zu erhalten. Solange die/der Dienstgeber/in Entgelt weitergewährt, beschränkt sich die Leistungsverpflichtung der Dienstgeberin/des Dienstgebers auf Sachleistungen. Hat die/der Dienstgeber/in Leistungen erbracht, steht ihr/ihm ein nach dem Gesetz bestimmter Kostenersatz zu.

Der Art nach sind die Sachleistungen im Falle der Erkrankung im Ausland dieselben wie im Erkrankungsfalle in Österreich.

Das bedeutet, dass die/der Dienstgeber/in die Kosten für die notwendigen Sachleistungen während dieses Auslandsaufenthaltes zu tragen hat und ihrerseits/seinerseits einen - gesetzlich begrenzten – Ersatzanspruch gegenüber der zuständigen Krankenkasse gegen Vorlage der Originalbelege (mit Übersetzung) und der Zahlungsnachweise geltend machen kann.

Dies gilt sinngemäß auch für die anspruchsberechtigten Angehörigen, welche die/den Dienstnehmer/in in das Ausland begleiten.

Tritt im Ausland ein Versicherungsfall ein (z.B. Krankheit, Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit), ist die/der Dienstgeber/in verpflichtet, dies der Kasse binnen eines Monates mitzuteilen.