Auswahl Channel AKTUELL Auswahl Channel VORSORGE Auswahl Channel LEISTUNGEN Auswahl Channel SERVICE Auswahl Channel WEGWEISER
Aids 2010 - WGKK-Urologen warnen: Burschen erschreckend unaufgeklärt
14.07.2010

Wiener Gebietskrankenkasse bietet in den Gesundheitszentren Beratung „von Mann zu Mann“
Einen „alarmierenden Mangel an Aufklärung in Sachen Sexualität, AIDS und Geschlechtskrankheiten“ orten die Urologen in den Gesundheitszentren der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) speziell bei Burschen. Dr. Alexander Dürer vom Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf: „Was Studien darlegen, bestätigt sich auch in der Praxis: Gerade männliche Jugendliche haben oft erschreckend unrealistische Erwartungen an die Sexualität und kennen sich mit ihrem eigenen Körper wenig aus.“

Anlässlich des heute startenden Jugend-Schwerpunktes im Rahmen der Welt-Aids-Konferenz in Wien, wollen die Experten der WGKK genau dieses Thema aufgreifen. Denn ungeschützter Geschlechtsverkehr ist nach wie vor mit Abstand die häufigste Übertragungsform für HIV/AIDS.

Verhütung wird auf Mädchen abgeschoben
Unter dem Motto „Von Mann zu Mann“ bieten die WGKK-Urologen jungen Burschen Beratung und Behandlung an. Dr. Dürer: „Mädchen erfahren spätestens dann gynäkologische Betreuung, wenn sie die Pille wollen. Dieser ärztliche Kontakt fehlt bei Burschen, weil sie die Verhütungsfrage meist erfolgreich auf ihre Partnerinnen abschieben – dem wollen wir gegensteuern.“ Die Message der WGKK-Urologen: „Wir sind für die Jugendlichen da – als Ärzte, aber auch als Berater. Egal ob es um Krankheitssymptome oder um Sexualität und Verhütung geht – mit uns kann man reden. Und zwar über alles.“

Zu hohe Erwartungen führen zu psychischen Belastungen
Dass sich Jugendliche in ihrer Sexualität heute vielfach an Werbung und Pornografie orientieren, führt oft auch zu seelischen Belastungen, wie Dr. Elisabeth Marko, Jugendpsychotherapeutin im WGKK-Gesundheitszentrum Mariahilf, bestätigt: „Es herrscht ein enormer Erwartungsdruck an den eigenen Körper und an den der Partnerin. Als Messlatte gelten oft die perfekten Körper aus der Werbung und eine scheinbar unbegrenzte sexuelle Leistungsfähigkeit, wie sie Pornofilme suggerieren. Das erzeugt Unsicherheit und den Druck, über die eigenen Grenzen zu gehen.“ Um auch diesen Problemen jugendgerecht zu begegnen, stehen die WGKK-Experten in ständigem Austausch.

Kontaktadressen in den WGKK-Gesundheitszentren:

Urologen der WGKK:
  • Dr. Peter Schön
    Gesundheitszentrum Wien-Mitte
    3., Strohgasse 28
    Telefon: (+ 43 1) 601 22-40342
  • Dr. Alexander Dürer
    Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf
    6., Mariahilfer Straße 85–87
    Telefon: (+43 1) 601 22-40691
  • Dr. Johann Mathias Pohl
    Gesundheitszentrum Wien-Süd
    10., Wienerbergstraße 13
    Telefon: (+43 1) 601 22-4210
  • Prim. Dr. Wolfgang Wondratsch
    Gesundheitszentrum Wien-Nord
    21., Karl-Aschenbrenner-Gasse 3
    Telefon: (+43 1) 601 22-40256
Psychotherapeutische Unterstützung für Jugendliche:
  • Dr. Elisabeth Marko
    Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf
    6., Mariahilfer Straße 85–87
    Telefon: (+43 1) 601 22-40638
Rückfragehinweis für Medienvertreter/innen:
Mag. Andrea Riedel
WGKK-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (+43 1) 601 22-1351
E-Mail: andrea.riedel@wgkk.at
www.wgkk.at
Artikel als Mail verschicken Drucken