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Pilotprojekt Mammographie Screening

Mammographie-Screening-Programm „Ich schau auf mich!“ zur Brustkrebs-Früherkennung startet in die zweite Runde!

Infobroschüre Titelseite Wussten Sie, dass Brustkrebs am häufigsten zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr auftritt? Pro Jahr erkranken rund 900 Frauen in Wien daran. Brustkrebs tut selten weh, die üblichen Warnsignale des Körpers, wie z.B. Schmerzen, treten sehr selten auf. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen und umso schonender kann behandelt werden. Eine Mammographie (Bruströntgen) ist die verlässlichste Methode, bereits sehr kleine Krebsherde zu erkennen, die bei der Selbstuntersuchung durch Abtasten der Brust nicht entdeckt werden können.

Die Wiener Gebietskrankenkasse hat gemeinsam mit der Stadt Wien in den Jahren 2007 und 2008 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren des 15., 16. oder 17. Bezirks zu einer Mammographie-Untersuchung eingeladen. Derzeit läuft in Wien bis Mitte 2011 die Fortsetzung des Projektes „Ich schau auf mich!“.
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Das Projekt

Beim Wiener Pilotprojekt Mammographie-Screening werden alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die im 15., 16. oder 17. Bezirk wohnen, im Rahmen eines qualitativ hochwertigen Programms (Screening) zu einer kostenfreien Mammographie eingeladen.

Die Frauen erhalten per Post eine persönliche Einladung für die Untersuchung. Mit diesem Schreiben kann ein Termin bei einer der zwei beteiligten Untersuchungsstellen – Hanusch-Krankenhaus (1140 Wien) oder Radiologie Hernalser Spitz (1170 Wien) – vereinbart werden. Die Teilnahme ist freiwillig, kostenfrei und ohne Überweisung möglich, unabhängig davon ob beziehungsweise bei welcher Kasse versichert. Um möglichst viele Frauen zu erreichen und zur Untersuchung zu motivieren, werden die Einladungsbriefe in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Türkisch und Bosnisch) versendet. Zusätzlich wird eine Informationsbroschüre beigelegt.

Das Projekt wird in Kooperation mit allen Wiener Krankenversicherungsträgern und der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien (KFA Wien) durchgeführt.

Sollte eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) notwendig werden, stehen das Brustkrebszentrum des Hanusch-Krankenhauses oder das onkologische Zentrum des Wilhelminenspitals zur Verfügung.
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Mammographie-Screening: Was bedeutet das eigentlich?

Der Begriff Screening (gesprochen skrē-niŋ) kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Filteruntersuchung“. Dabei wird durch ein spezielles Untersuchungsverfahren (Mammographie) eine bestimmte Zielgruppe (50-69jährige Frauen) auf eine bestimmte Erkrankung (Brustkrebs) untersucht.

Durch diese Untersuchungen, die jedes zweite Jahr durchgeführt werden sollte, werden aus der Zielgruppe diejenigen Frauen herausgefiltert, die an einem bisher symptomlos verlaufenden Brustkrebs erkrankt sind. Damit wird das Ziel verfolgt, Brustkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen, um möglichst schonende Behandlungsmethoden einsetzen zu können. Screenings richten sich demzufolge an Personen, die sich gesund fühlen.
Damit möglichst alle Frauen der Zielgruppe dieses Angebot in Anspruch nehmen können und darüber informiert sind, werden persönliche Einladungen versendet.

Ein weiteres wichtiges Merkmal eines Screening-Programms sind die hohen Qualitätsanforderungen, die auch laufend überprüft werden. Das ist deshalb wichtig weil das Mammographie-Screening nur bei besonders hoher Qualität erfolgreich sein kann. Deshalb wurden bestimmte Einrichtungen ausgewählt, die auf diese hohen Qualitätsanforderungen vorbereitet wurden und diese auch erfüllen können.
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Qualität - unser Ziel

Die Projektpartner/innen legen besonderen Wert darauf, ein qualitativ hochwertiges Programm nach EU-Standards zu bieten. Damit ist folgendes gemeint:
  • Alle Mammographie-Bilder werden von mindestens zwei erfahrenen und geschulten Radiologinnen und Radiologen nach dem Vier-Augen-Prinzip beurteilt.
  • Sollten diese beiden zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, so wird eine weitere Radiologin/ein weiterer Radiologe hinzugezogen.
  • Die Mammographie-Geräte werden nach strengen Kriterien geprüft, damit die Mammographie-Bilder aussagekräftig und gut beurteilbar sind.
  • Das im Projekt eingesetzte medizinische Personal wurde in europäischen Referenzzentren geschult und auf das Programm vorbereitet.
  • Die Ergebnisse werden dokumentiert und liefern wertvolle Informationen über Erfolg und Wirksamkeit des Projektes.
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Wann und wie kann ich teilnehmen?

Eine Teilnahme an „Ich schau auf mich!“ ist möglich wenn:
  • Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sind,
  • Sie im 15., 16. oder 17. Bezirk wohnen,
  • die letzte Mammographie länger als 12 Monate zurückliegt,
  • Sie einen Einladungsbrief erhalten haben, mit dem Sie direkt ohne Überweisung einen Termin für eine Screening-Mammographie vereinbaren können,
    oder fordern Sie ihre persönliche Einladung gleich unter der Telefonnummer +43 1 601 22-3709 an.
Hier können Sie einen Termin vereinbaren:
  • Hanusch-Krankenhaus, Heinrich-Collin-Straße 30, 1140 Wien
    Telefon: +43 1 910 21-84099 - erreichbar von Montag bis Freitag von 11.00 bis 14.30 Uhr
  • Radiologie Hernalser Spitz, Jörgerstraße 52-54, 1170 Wien
    Telefon: +43 1 406 47 88 - erreichbar von Montag bis Freitag von 7.00 bis 19.00 Uhr
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Was passiert bei der Untersuchung?

  • Zu Beginn der Untersuchung werden Sie gebeten, einen Fragebogen über mögliche Vorerkrankungen auszufüllen und eine Einwilligungserklärung zu unterschreiben.
  • Für die Aufnahme wird Ihre Brust zwischen zwei Kunststoffplatten gelegt und kurz zusammengedrückt. Das ist zumeist schmerzlos beziehungsweise manchmal ein wenig unangenehm.
  • Die Untersuchung dauert insgesamt fünf bis zehn Minuten und wird von einer speziell geschulten Fachkraft durchgeführt.
  • Das Untersuchungsergebnis erhalten Sie nach zirka zwei Wochen.
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"Ich schau auf mich!" 2007/2008 war ein voller Erfolg!

Das Europäische Parlament und die Europäische Kommission haben alle Mitgliedsstaaten zur Implementierung der EU-Leitlinien im Bereich Mammographie Screening aufgerufen.

Im Rahmen des Wiener Pilotprojekts „Ich schau auf mich!“ gelang es, diese EU Qualitätskriterien in bestehende Strukturen zu implementieren. Wien ist somit die einzige Modellregion Österreichs, die zeitgerecht ein Screening-Projekt umgesetzt und die erforderlichen Qualitätskriterien eingehalten hat.

Ziel ist es, nach eingehender Evaluierung des Pilotprojektes, allen Österreicherinnen bundesweit diese Früherkennungsmöglichkeit anzubieten. Dazu werden bereits Gespräche auf Expertenebene geführt.
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Die Fakten

  • Über 3000 Frauen in den Pilot-Bezirken 15 bis 17 konnten zur Inanspruchnahme motiviert werden.
  • 19 Prozent der Teilnehmerinnen waren vorher noch nie bei einer Mammographie.
  • Die Anzahl der durchgeführten Mammographien wurden in den Pilot-Bezirken um 22,3 Prozent gesteigert, in den anderen Bezirken lag der Zuwachs bei 3,7 Prozent.
  • 65 Prozent der Teilnehmerinnen waren Österreicherinnen, 25 Prozent Frauen mit Migrationshintergrund.
Die Inanspruchnahme von Früherkennungsmöglichkeiten hängt von Bildung und sozialem Status ab. Das ist bei Brustkrebs nicht anders. Deshalb zielte das Pilotprojekt darauf ab, die Teilnahme von sozial benachteiligten Frauen an der Untersuchung zu fördern.

Persönliche Einladungen

Ab Juni 2007 wurden insgesamt 26.100 persönliche Einladungen an Frauen aus Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals im Alter zwischen 50 und 69 Jahren verschickt.
Sowohl die Einladung als auch die Broschüre informierten in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch).

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
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