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Osteologie


Prim. Univ. Prof. Dr. Klaus Klaushofer

Leiter

Prim. Univ. Prof. Dr. Klaus Klaushofer
Telefon: +43 1 91021-86921

Sekretariat
Mag.a Susanne Führlinger
Telefon: +43 1 91021-86921

Die Aufgabe des Institutes ist es, osteologische Forschung von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung, durchzuführen. Das Institut ist an die 1. Medizinische Abteilung im Hanusch-Krankenhaus angeschlossen, deren Räume teilweise mitbenützt werden können.

Es besitzt eigene Laborräume im Hanusch-Krankenhaus und UKH Meidling sowie eine Bibliothek, in der vor allem osteologische, endokrinologische und rheumatologische Zeitschriften zur Verfügung stehen.

Zur Mitarbeit im Institut wurden Ärztinnen/Ärzte, Biologinnen/Biologen, Biochemikerinnen/Biochemiker und Physikerinnen/Physiker gewonnen. Dieser multidisziplinäre Zugang ermöglicht die Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen aus verschiedenen Gesichtspunkten.

Im Bereich Zell- und Molekularbiologie werden überwiegend Forschungsarbeiten mit Knochenzell- und Knochengewebekulturen mit molekularbiologischen, licht- und elektronenmikroskopischen Techniken durchgeführt.

Im Schwerpunkt Rasterelektronenmikroskopie wurden Techniken zur quantitativen Messung der Mineraldichteverteilung in unentkalkten Knochenproben entwickelt. Diese neuen Verfahren liefern eine wesentliche Erweiterung der pathohistologischen Beurteilung von Knochenbiopsien. Neben Mineralgehaltsbestimmungen kann die rasterelektronenmikroskopische Methode auch zur morphometrischen Erfassung der trabekulären Strukturen herangezogen werden.

Im Schwerpunkt Röntgenkleinwinkelstreuung wurde die "Scanning SAXS" Methode zur Untersuchung der Ultrastruktur der mineralisierten Matrix entwickelt. Damit können ortsaufgelöst Aussagen über Größe, Form und Orientierung der Mineralkristalle (im Nanometerbereich) getroffen werden.

Mittels Fourier Transformierter Infrarotspektroskopie wurden Methoden entwickelt, die spezielle Untersuchung der Knochenmatrix ermöglichen. Die dabei verwendete Technik des sogenannten FTIR-Imaging liefert erstmals Daten über die Vernetzung des in der Matrix enthaltenen Kollagens in einer räumlichen Auflösung. Aus diesen Daten lassen sich dreidimensionale Bilder errechnen, die detaillierte Information über die Qualität und somit über die Festigkeit des Kollagens in der Matrix liefern. Zusätzlich liefert diese Methode Informationen über die Beschaffenheit und die Qualität der enthaltenen Mineralkristalle. Mit Hilfe der so gewonnenen Erkenntnisse konnte eine Theorie zur Erklärung von spontanen Knochenbrüchen bei unauffälliger Anamnese aufgestellt werden.

Fragen über die Auswirkungen von Therapieverfahren (Fluor oder Bisphosphonate) auf die Mineralstruktur bei Osteoporose und die Beziehung zwischen pathologischer Struktur und veränderter biomechanischer Qualität bei dysplastischen Skeletterkrankungen (z.B. Osteogenesis Imperfecta) konnten beantwortet werden.

WISSENSCHAFTLICHE PREISE SEIT 1998

  • Herbert Czitober Forschungspreis 1998 für die Publikation:
    H. Glantschnig, F. Varga, E. Luegmayr, K. Klaushofer 1998 Characterization of the mouse insulin-like growth factor binding protein 4 gene regulatory region and expression studies. DNA Cell Biol 17:51-60
  • Byk-TOSSE-Osteologiepreis 2000 für die Publikation:
    P. Roschger, P. Fratzl, J. Eschberger, K. Klaushofer 1998
    Validation of Quantitative Backscattered Electron Imaging for the Measurement of Mineral Density Distribution in Human Bone Biopsies. Bone 23:319-326
    P. Roschger, P. Fratzl, J. Eschberger, K. Klaushofer 1999 Letters to the Editor. Bone 24:619-621
  • Herbert Czitober-Forschungspreis 2002 für die Publikation:
    B. Grabner, W. Landis P. Roschger, S. Rinnerthaler, H. Peterlik, K. Klaushofer, P. Fratzl 2001 Age- and genotype-dependence of bone material properties in the osteogenesis imperfecta murine model (oim). Bone 29:453-457
  • Herbert Czitober-Forschungspreis 2003 für die Publikation:
    Tesch W, VandenBos T, Roschger W, Fratzl-Zelman N, Klaushofer K, Beertsen W, Fratzl P 2003 Orientation of mineral crystallites and mineral density during skeletal development in mice deficient in tissue non-specific alkaline phosphatase. J Bone Miner Res 18:117-125
  • CRHUKS-Osteologiepreis 2004 für die Publikationen:
    S. Kudlacek, B. Schneider, M. Peterlik, G. Leb, K. Klaushofer, K. Weber, W. Woloszczuk, R. Willvonseder 2003 Normative data of bone mineral density in an unselected adult Austrian population. European Journal of Clinical Investigation 33:332-339 und
    S. Kudlacek, B. Schneider, M. Peterlik, G. Leb, K. Klaushofer, K. Weber, W. Woloszczuk, R. Willvonseder 2003 Assessment of vitamin D and calcium in healthy adult Austrians. European Journal of Clinical Investigation 33:323-331